Frieden im Katzenrudel

/ Essenzen, Heilmittel

– ein Fallbericht von Romana Mach

Im August 2003 machte ich einen Termin aus, weil unsere vier nacheinander zusammen gewürfelten, erwachsenen und kastrierten Katzen einfach kein Rudelverhalten und erst recht keine Freundschaften an den Tag legen wollten und es täglich unzählige Hick-Hacks, Raufereien, Fauchereien und Attacken gab. Nach einer Woche Urlaub unsererseits wurde alles nochmal schlimmer. Pepe war permanent unsauber geworden.

Das Rudel:

Kater Bitze
12 Jahre
– sehr dominanter und schlagkräftiger Alphakater

 

 

Kater Pepe
2 Jahre
– hatte als Kätzchen einen schweren Unfall mit Schädel-Hirn-Trauma. Eine schiefe Hinterpfote und Fehlsichtigkeit sind geblieben. Pepe wird nun von Bitze nur noch unterdrückt und gejagt, gescheucht und in einer Ecke fixiert und er erleichtert sich selbstredend auch dort, wo immer er gerade ist und Bitze ihn gerade gewähren lässt …
Wir selbst schwankten zwischen Pepe stärken, Bitze bestrafen oder allem seinen natürlichen Lauf lassen, was uns sehr schwer fällt, da offensichtlich auch über mehrere Monate keine Besserung eintrat.



Kätzin Luna
4 Jahre
– sehr scheu.
Luna wird zusehends zickig, denn die ewigen Raufereien und Spannungen setzen ihrem sensiblen Gemüt schwer zu.


Kätzin Mau Mau
1 Jahr
Mau Mau ist die einzige, die mit Bitze gut auskommt und ihn mit ihrem Charme verführt, trotzdem ist sie unrund, denn eigentlich ist sie unser Harmonie-Junkie.

 

„Es soll Harmonie einkehren und runder laufen
– für dieses Anliegen wurde folgende Blütenmischung für alle Katzen erstellt und über das Trinkwasser etwa ein Monat lang verabreicht:

Banjan Tree (Maui Blüten) – verbindet Individuen
Old Maid (Maui Blüten) – von Liebevollem erfüllt sein
Strawberry Tree (Green Man Essenzen) – beruhigt den Geist für Veränderungen auf tiefer Ebene
Valeria (Findhorn Essenzen) – Humor und Frieden finden
Parasol (Pilzessenzen Korte) – Potential entfalten, eigene Größe kennenlernen und andere besser akzeptieren.

Diese Blütenmischung beruhigte die Lage erstmal ganz gut, doch nicht so nachhaltig, wie wir gehofft hatten. Pepes Unsauberkeit reduzierte sich auf einen „Unfall“ in etwa zwei Wochen und die Attacken von Bitze wurden weniger, und auch weniger dramatisch.

Unsauberkeit:
Ein Jahr später geht es um Pepe, den Rangletzten im Rudel.

Im Sommer 2004 zogen wir mit unseren Katzen in eine neue Wohnung mit Dachterrasse und erstmal schien alles wie am Schnürchen zu klappen, bis Bitze sich aufgrund der veränderten Situation wieder komplett auf Pepe einschoss und wie in „alten Zeiten“ ihm wieder komplett das Wasser abgrub. Nach und nach verlor Pepe an Territorium und Freiraum, durfte sich nur noch dort frei bewegen, wo Bitze es erlaubte und unser erneutes Dazwischengehen entspannte die Situation nicht wirklich. Pepe wurde wieder rasant unsauber, durfte von Bitze aus nicht mehr auf die Terrasse und bewegte sich nur noch mit dem Bauch am Boden von Zimmer zu Zimmer. Pepe klammerte sich währenddessen extrem schutzsuchend an mich, was Bitze ein Dorn im Auge war.
Pepe provozierte durch seine Haltung Bitze regelrecht zu neuen Attacken und hatte oft den „Erfolg“, von Frauchen für die Misshandlungen getröstet zu werden. Behandlungsstrategie war hier, dieser Opferrolle mit Blüten entgegen zu wirken. Weiters ein sofortiger Stressabbau durch vorübergehende räumliche Trennung der beiden. Romana bekam weiters den Auftrag, Pepe nie in Gegenwart von Bitze nach einer Rauferei zu streicheln. Weiters tierärztlich abzuklären, ob keine Gesundheitsprobleme vorliegen, die Ursache für die Unsauberkeit sein können.

19.10.04 Blüten für Pepe:
Chickory (Bach Blüten) – besitzergreifendes Verhalten, versucht Aufmerksamkeit zu erzwingen.
Red Chestnut (Bach Blüten) – starke Fixierung auf Frauchen.
Honeysuckle (Bach Blüten) – unbefriedigende Situation und Unsauberkeit als Ausdruck dessen.
Walnut (Bach Blüten) – Impulsgeber für Veränderung in Neubeginnsphasen.
Larch (Bach Blüten) – für Selbstvertrauen.
Beech (Bach Blüten) – für Toleranz gegen „Protestpinkeln“

Außerdem verabreichten wir allen Katzen etwa vier Wochen lang über das Trinkwasser die Essenz:
Indian Mullberry (AUM Sanjeevini Essenzen) – Eine Versöhnungsessenz für Gruppen, die Konflikte miteinander haben, an Hass und tiefer Disharmonie festhalten.

Begleitmaßnahmen und ihre Wirkung.

Als Therapie für Pepe empfahl Karina erstmal, ihn zeitweise von Bitze zu trennen und ihm die Sicherheit über ein kleines Territorium (Badezimmer) wiederzugeben und dieses dann nach und nach auszuweiten (Küche und Wohnzimmer), beide möglichst zu stärken und zu kuscheln, in ihrem Bedürfnis uns (ihre Menschen) für sich alleine zu haben.

25.10.04
Seit Donnerstag Abend lebt Pepe nun ausschließlich im Badezimmer und nutzt seither auch wieder brav seine Kiste für beide Arten von Geschäften. Spannend wird´s werden, wenn wir ihn (ich schätze morgen Abend) ins nunmehr absperrbare Wohnzimmer aussiedeln, um seinen Lebensraum wieder etwas zu erweitern, wo wir ihn dann auch halbtägig „einsperren“ werden, um ihm einen geregelten Tagesablauf zu ermöglichen. Bis dato sind wir natürlich rundum glücklich mit seinen Fortschritten. Der Tierarzt hat ihm außerdem eine feine Rundum-Gesundheit bestätigt.

3.11.04
Pepe bewohnt nun seit einer guten Woche das mit einer Kiste ausgestattete Wohnzimmer, wird über Nacht von den anderen getrennt und wenn nötig, hat er auch am Vormittag noch das Zimmer für sich allein. Er benutzt feinstens die Kiste, kuschelt wie verrückt, freut sich, zeitweilig seine Ruhe zu haben und alle lebten glücklich und zufrieden bis … na wir werden sehen. Scheint, als wären doch Bitzes Attacken verantwortlich dafür gewesen, dass er einfach keine Ruhe mehr gefunden hat, seinen Bedürfnissen nachzugehen.

Natürlich kommt es immer wieder mal zu Kämpfen und Attacken mit Fauchen, Jagen, Bedrängen, Knurren und in eine Ecke treiben, jedoch kommt es nur zu kleineren Kratzern ab und an.

Viel Zeit, Ruhe, Annehmen einer neuen Situation und die Blütenmischungen haben die Situation nach und nach so weit entspannt, dass unsere vier Katzen wieder dauerhaft alle Räume der Wohnung gemeinsam nutzen können.


Weiterentwicklung im Rudel Stand Jänner 06

Im Februar 05 starb Bitze völlig überraschend und die drei Verbliebenen mussten sich ohne ihren Alpha-Kater neu orientieren.

Pepe lebte daraufhin ungemein schnell auf, und beschloss, nun selbst Rudelführer zu werden. Er ist weiterhin unglaublich menschenbezogen und auf uns fixiert. Er klettert mittlerweile auf einen Kratzbaum bis 2m Höhe und überwacht von dort laut schnurrend sein Territorium. Seine Fehlsichtigkeit scheint sich verringert zu haben. Auch setzt er seine schlecht zusammengewachsene Pfote seit dem Tod von Bitze so geschickt ein, dass sie fast keine Behinderung mehr darstellt.

Luna hat Ihre Unnahbarkeit sprungweise aufgegeben, von sehr scheu kann nicht mehr die geringste Rede sein; besser passen würde mittlerweile Partylöwin (die einzige, die Besuche liebt) und Hard-Core-Schmuserin.

Maumau ist nach wie vor eine unkomplizierte, wundervolle, kleine, verfressene Wuchtbrumme. Als einzige lässt sie sich jedoch in letzter Zeit von Pepe etwas unterbuttern und knurrt, wann immer sie ihn um eine Ecke kommen sieht. Hoffen auch da auf die Terrassenzeit mit einem wieder größeren Territorium für alle und leichterem Stressabbau durch Abwechslung und Bewegung.

 Und dann wäre da noch Pupi, eine entzückende 14-jährige pechschwarze Zuckermaus*, die wir im August 05 von einer alten, ins Pflegeheim gehenden Frau übernommen haben, und die sich, trotz anfänglicher Schwierigkeiten (10 Tage lang Pinkeln und Kotabsetzen mitten auf dem Diwan), bald hervorragend eingewöhnte und mittlerweile fest und ruhig zum Rudel gehört.

*entschuldige meine Kosereien – darfst Du natürlich alle streichen, damit das ganze einen ernst zu nehmenderen Charakter bekommt.

Zusammenfassung:

Ausgangssituation: vier Einzelgänger mit ständigen Streitereien, die nach einer Woche „alleingelassen sein“ von den Bezugspersonen eskalierten. Nach der ersten Blütenmischung konnten die vier Einzelgänger einigermaßen friedlich miteinander leben. Der Umzug und die Neuorganisation des Rudels in der neuen Umgebung brachte den Konflikt Alpha- und Omega- Kater wieder zum Vorschein und dieser eskalierte wieder.
Durch die vorübergehende räumliche Trennung konnten sich alle Katzen entspannen und die zweite Blütenmischung hatte Zeit, ihre Wirkung zu entfalten.
Nach dem Tod von Bitze entspannte sich die Situation weiter. Das Rudel wuchs so harmonisch zusammen, dass es sogar den Zuwachs von Pupi vertrug. Es ist normalerweise ein schwieriges Vorhaben, eine so alte Einzelkatze in ein bestehendes Rudel zu integrieren.
Die „Leitung“ eines solchen Rudels erfordert viel Liebe und Fingerspitzengefühl, wozu ich Romana gratuliere.