Rosaseitlinge

/ Pilzzucht

Eine, der Kulturen von dem Beitrag Pilzsubstrat aus Kaffeesatz und Stroh waren Rosaseitlinge. Während die anderen beiden bereits nach zwei tagen sehr aktives Wachstum gezeigt haben, haben die Rosaseitlinge ihre neue Heimat in den Substratsäcken nur sehr zögerlich besiedelt. Am 6. Tag nach dem Beimpfen hat sich die ganze Kugel innerhalb kürzester Zeit grün gefärbt vom Schimmel. Das ist das absolute Todesurteil einer jeden Pilzkultur.

Wirklich verstehen konnte ich es nicht. Das selbe Substrat wie die Lungen- und Limonenseitlinge, dieselben Bedingungen. Was hier schief gelaufen ist, hat sich erst in einem Telefonat mit dem, sehr entgegenkommenden, Schwammerlzüchter von dem ich die Brut gekauft hatte, geklärt. Der Rosaseitling ist ein extrem wärmeliebender Pilz und bei Temperaturen um die 20 Grad ist er einfach nicht schnell genug das Substrat zu besiedeln.
Auf Kulanz schickte er mir mit meiner nächsten Bestellung nochmal Rosaseitlingsbrut mit. Diesmal kam die zum ausbrüten in den Serverschrank, direkt über der warmen USV. Dieses Bild zeigt die junge Brut 48 Stunden nach dem beimpfen – die ist förmlich explodiert unter den idealen Bedingungen.


Damit war es kein Wunder das ich  10 Tage später bereits die erste leckere Mahlzeit von diesen hübschen Pilzen am Teller hatte.
Die sind doppelt nahrhaft, auch schon vor dem Essen der reinste Augenschmaus.