Schamanenbaum - Bilder und ihre be-deutungen im Schamanismus
 
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Bilderzyklus Schamanenbaum / Lebensbaum

Zwischen Bäumen und Menschen besteht seit jeher eine enge Verbindung. Gemeinsam mit der Plazenta wird oft auch heute noch ein Baum für einen neuen Erdenbürger gepflanzt. Wenn ein Mensch starb, gab es früher den Brauch, dem Toten Tannensamen unter die Zunge zu legen. Auf alten Friedhöfen findet man daher mitunter noch mächtige Tannen.
So ist es kaum verwunderlich, dass wir Aspekten unseres Selbst in Reisen oft in Form von Bäumen wiederbegegnen. In dem Fall finden wir unsere Ahnen in den Wurzeln und Ereignisse der Kindheit oft im unteren Bereich des Stammes wieder.

Im transpersonalen Bereich zeigt sich der Schamanenbaum in Reisen als Weltenachse, der die Welten (oft sind es drei oder sieben) miteinander verbindet und die Aufgabe einer Himmelsleiter innehat.

Diese beiden Abbildungen zeigen Darstellungen von Weltenbäumen, wie sie auf alten Schamanentrommeln häufig zu finden sind.


Bäume - als Spiegel der Lebenssituation.


Hier begann eine Teilnehmerin, bei den Wurzeln einen Baum zu malen.


Als das Blatt voll war,
malte sie auf einem zweiten weiter.

Das Zeichenblatt ist der Raum, der für ein Thema zur Verfügung steht.

Genügt dieser Platz nicht, muss
auf fremden Raum übergegriffen werden.
In diesem Fall auf ein zweites Blatt.

Die Zeichnerin empfindet auch im Leben Enge und Mangel an Raum.


Auf meine Anregung hin, den Baum als ganzes auf ein Blatt zu malen,
entstand dieses Bild einige Wochen später.


Auf die Frage nach Freiraum im Leben antwortet sie, dass sie sich immer noch beengt fühlt, aber gerade mit dem vorhandenen Raum auskommt.

     
Ich bat sie nach ein paar Monaten, nochmal den Baum zu zeichnen, diesmal auf ein A4 Zeichenblatt.
Sie malte viele Bäume, bis sie zu diesem kam.


Sie berichtet, dass sie, so wie der Baum auf dem Bild,
nun auch mehr persönlichen Freiraum im Leben hat.




 

Folgende Bilderserie entstand im Zeitraum von zwei Jahren.
Die Interpretation (fett) stammt von der Malerin selber.
Der linke Baum stellt mich dar, die Tanne rechts steht für den Partner.
 
Bild 1.
die erdrückende Situation vor meiner Scheidung.









Bild 2.
entstand während der Scheidung.
Die beiden Bäume (wir) stehen
auf Konfrontation.



Bild 3.
nach der Scheidung ist

Raum, Platz für mich, Freiheit.





 




Bild 4.
ein Jahr später, der zarte Wunsch
nach einer neuen Beziehung.
Interessant ist hier zu sehen, dass, sobald ein zweiter Baum erscheint, der Baum der Malerin farblos wird, aber gerade dadurch deutlich in den Vordergrund tritt. In Gruppensituationen war für mich beobachtbar, dass sie die Gruppe oft unbemerkt aus dem Hintergrund dirigierte und dadurch die informelle Gruppenleitung übernahm, die offizielle Leitung aber ablehnte.

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