Zwischen Bäumen und Menschen besteht
seit jeher eine enge Verbindung. Gemeinsam mit der Plazenta wird oft auch heute noch ein Baum für einen
neuen Erdenbürger gepflanzt. Wenn ein Mensch starb, gab es früher den Brauch, dem Toten Tannensamen
unter die Zunge zu legen. Auf alten Friedhöfen findet man daher mitunter noch mächtige Tannen.
So ist es kaum verwunderlich, dass wir Aspekten unseres Selbst in Reisen oft in Form von Bäumen wiederbegegnen.
In dem Fall finden wir unsere Ahnen in den Wurzeln und Ereignisse der Kindheit oft im unteren Bereich des
Stammes wieder.
![]() |
Im transpersonalen
Bereich zeigt sich der Schamanenbaum in Reisen als Weltenachse, der die Welten (oft sind es drei oder
sieben) miteinander verbindet und die Aufgabe einer Himmelsleiter innehat. Diese beiden Abbildungen zeigen Darstellungen von Weltenbäumen, wie sie auf alten Schamanentrommeln häufig zu finden sind. |
![]() |
|
Bäume - als Spiegel der Lebenssituation. |
|
| Hier
begann eine Teilnehmerin, bei den Wurzeln einen Baum zu malen. Als das Blatt voll war, malte sie auf einem zweiten weiter. |
|
Das Zeichenblatt
ist der Raum, der für ein Thema zur Verfügung steht. Genügt dieser Platz nicht, muss auf fremden Raum übergegriffen werden. In diesem Fall auf ein zweites Blatt. Die Zeichnerin empfindet auch im Leben Enge und Mangel an Raum. |
|
|
|
| Ich bat sie nach ein paar Monaten,
nochmal den Baum zu zeichnen, diesmal auf ein A4 Zeichenblatt.
Sie malte viele Bäume, bis sie zu diesem kam. Sie berichtet, dass sie, so wie der Baum auf dem Bild, nun auch mehr persönlichen Freiraum im Leben hat. |
|
Bild 1. die erdrückende Situation vor meiner Scheidung. |
entstand während der Scheidung. Die beiden Bäume (wir) stehen auf Konfrontation. |
nach der Scheidung ist Raum, Platz für mich, Freiheit. |
ein Jahr später, der zarte Wunsch nach einer neuen Beziehung. |