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Glossar Schamanismus

Definition von Begriffen aus dem Schamanismus

Dieses Glossar wird noch laufend erweitert. Wenn du etwas nicht gefunden hast und hier gerne eine Beschreibung lesen möchtest, dann schick mir bitte ein mail mit dem gesuchten Begriff.


Ahnenverehrung
Als Ahnen werden hier nicht nur die genetischen Vorfahren sondern auch die Tradition(en) der Lehrer und anderer Wesenheiten von denen sich der Schamane abstammend fühlt bezeichnet. Durch das aufrichtige „Ehren der Ahnen“ bekommt derjenige Zugang zu ihrer Kraft und Weisheit. Das gilt sowohl für den Schamanen (schamanisch arbeitenden Energethiker) als auch für seine Klienten.

Amulette
sind schamanische Kraftobjekte, die üblicherweise am Körper getragen werden. Sie werden meist individuell, und für einen bestimmten Zweck angefertigt. Amulette können u.a. dem Schutz des Trägers / der Trägerin, dem anziehen von Liebe, Geld oder auch dem Glück dienen, oder auch dafür, Macht und Ausdrucksstärke zu fördern.

Geisterdolch
Rituelle Waffe mit der sich der Schamane / die Schamanin auf schamanischen Reisen schützt und die üblicherweise ausschließlich zur Verteidigung gegen feinstoffliche Wesenheiten gedacht ist.

Heilschale
Ein Gefäß, dass durch Bemalung oder Gravur von heilkräftigen Symbolen deren Heilkraft auf die, in ihm befindliche Flüssigkeit übertragen kann. Die Heilkraft kann aber auch vom Material des Gefäßes selber ausgehen, wie z.B. im Fall von Edelsteinschalen.

Kraftlied
Eine Melodie oder auch nur ein Ton der mit einer bestimmten Kraft verbindet. Schamanische Kraftlieder können in der Tradition von LehrerInnen weitergegeben werden, oder auch von Wesenheiten der NAW erlernt werden. Mit ihrer Hilfe können Wesenheiten gerufen werden. Auch zur Tranceinduktion bzw. dem lenken der Ausrichtung der Trance können diese Schamanengesänge dienen.

Mantra
ist eine Lautfolge / ein Wort, das, wenn es eröffnet ist, den Zugang in die Welt einer archetypischen Qualität öffnet. Mit den Begriffen der Computerwelt könnte man Mantras auch als hochkomprimierte Zip-Dateien bezeichnen.
Durch ständiges Wiederholen eines Mantras kann sich dessen Kraft entfalten die es eingefaltet in sich trägt, und wenn diese wirklich verinnerlicht ist, genügt ein Wort!

Medizinstab
Die Aufgabe des Medizinstabes ist es, Kraft, Macht und Willen des Schamanen zu bündeln und auszurichten. Er ist für viele Aufgabenbereiche einsetzbar.

Mesa



Das Wort Mesa lässt sich übersetzen mit Tisch. Im Ritual wir dieser "Tisch" auf dem die Schöfpung aufgebaut wird, meist durch ein Tuch repräsentiert.
Es gibt viele Arten eine Mesa aufzubauen.
Das gesamte Mesa Ritual ist eine sehr formelle und kraftvolle Art der schamanischen Arbeit.









Rauhnächte
In der Nacht vom 25.12. auf den 26.12. ist die erste der zwölf Rauhnächte.
Die Bezeichnung "Rauhnächte" wird vom althochdeutschen "ruh" = "rauh, grob, haarig, ungezähmt", abgeleitet. In dieser hochmagischen Zeit des Übergangs sind wilde, ungezähmte Wesenheiten (die wilde Jagd) unterwegs, die im Brauchtum mit pelzverhüllten Masken dargestellt werden. In dieser Zeit ist auch die Percht mit den Seelen der ungeborenen Kinder unterwegs. Insgesamt herrscht zur Zeit der Rauhnächte die Qualität der ungezügelten, wilden Kräfte des Neubeginns, die besänftigt und in konstruktive Bahnen gelenkt werden müssen.
Um nicht mit den Kräften in ihrer wilden Form in Berührung zu kommen, ist es Brauch, in diesen Nächten keine Wäsche im Freien oder auf dem Dachboden hängen zu lassen und keine Wolle zu spinnen (Stoff hat die Eigenschaft, energetisch zu verbinden)
Das Vertreiben zerstörender Aspekte dieser Zeit (der Dämonen) wird durch Peitschenknallen und Böllerschießen versucht. Auch ist es Brauch, besonders die Kinder und Frauen im gebärfähigen Alter mit Birkenruten abzuklopfen (nicht zu verprügeln!) um überschüssige Energie, die krankmachend wirken kann, abzustreifen.
Auch das Räuchern, besonders mit Wacholder und Weihrauch, dient dazu, Unheil in dieser Zeit von Haus und Hof fernzuhalten.
Geschenke und Gaben zu dieser Neubeginnszeit sollen durch Pflegen von Großzügigkeit die Wesen milde stimmen und dem Schenker Glück bringen.
Es ist aber auch die Zeit von Los- und Orakelbräuchen. Die Träume in den zwölf Rauhnächten sollen Hinweis geben auf die Qualität des kommenden Jahres. Wobei jede Nacht für einen Monat des neuen Jahres steht. Aber auch das Tagesgeschehen und das Wetter können dem jeweiligen Monat zugeordnet werden. Die Silvesternacht steht hierbei nicht nur für den Monat Juli, sondern zeigt auch die Essenz des ganzen Jahres.



Saugrohr

vom Schamanen, meist aus einem Bambusrohr oder einem Knochen, hergestelltes Kraftobjekt. Das Saugrohr dient dazu, energetische Störpotentiale bei Klienten zu entfernen (abzusaugen).




Schamanengewand
Rituelle Bekleidung des Schamanen / der Schamanin. In dieses, besonders gearbeitete Kleidungsstück wird zumeist magischer Schutz, und Unterstützung für die Wahrnehmung auf Reisen eingearbeitet. Meist auch Zähne, Klauen, Federn, oder Felle die vom eigenen Krafttier stammen. Zum schamanengewand gehört manchmal auch ein Schamanengürtel, der mitunter auch statt einem besonderen Gewand getragen wird. Auch rituelle Kopfbedeckungen wir Schamanenkappen-, oder Kronen sind Bestandteil des Gewands.

Seelenfänger
Als Seelenfänger wird ein, meist kleines Gefäß, bezeichnet, das bei schamanischen Reisen benutzt wird verlorengegangene Seelenanteile einzufangen und zum Klienten zurück zu bringen. Es können aber auch Wesen- bzw. Wesensaspekte darin eingeschlossen werden. Von, in Flaschen eingeschlossenen Wesen, erzählen auch unsere Märchen noch und tun hier altes schamanisches Volkswissen kund.

Trance und Tranceinduktion

Traumfänger
Ein Ring mit einem spinnwebartigen Netz in der Mitte in das verschiedene kleine Objekte eingearbeitet sein können. Der Traumfänger hat die Aufgabe über dem Bett aufgehängt die schlechten Träume in seinem Netz zu fangen und so für ruhigen, erholsamen Schlaf zu sorgen.

Veränderte Bewusstseinszustände
Ein Charakteristikum für den Wechsel der Bewusstseinsebene, ist die Frequenzänderung der Gehirnwellen. Im alltäglichen Wachzustand zeigt das EEG (Elektroenzephalogramm) das Vorherrschen von Beta - Wellen auf (13 - 26 Hz.) Bei leichter Entspannung, bei Tagträumen oder vor dem Einschlafen verändert sich die Frequenz zu Alpha - Wellen (8 - 13 Hz.) Das Auftauchen innerer Bilder, die eine Eigendynamik entwickeln, ist ein Zeichen dafür das die Gehirnaktivität in den Bereich der Theta - Wellen abgesunken ist (4 - 8 Hz.) Der Bereich der Delta - Wellen (0,5 - 4 Hz.) wird nur im Tiefschlaf, bei Bewusstlosigkeit oder in sehr stark veränderten Bewusstseinszuständen erreicht. (Kosmus, Enrico: Die Heilende Reise)
In Zuständen veränderter Bewusstheit können Wahrnehmungen eintreten, die sich jenseits der Möglichkeiten unserer alltäglichen Sinneswahrnehmung befinden. Diese Veränderungen können jedes Sinnesorgan betreffen, und eröffnen bisweilen völlig neue Sichtweisen der Realität. Im Zustand der Trance ist der Körper besonders empfänglich für Botschaften. Diese Tatsache machen sich zum Beispiel die Hypnose, das Autogene Training und die Mind Controll zu nutze, indem hier unter anderem über suggestive Botschaften die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden.
Wird nun die Perspektive, aus der ein Mensch heraus seine Welt beschreibt, verändert, ergeben sich daraus neue Möglichkeiten den Ist - Zustand zu beeinflussen. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel dafür, ist der Lauf über glühende Kohlen, der nur durch eine Veränderung der Weltbeschreibung möglich wird. Im Zustand des normalen Wachbewusstseins wirkt die verinnerlichte Information auf den Körper, die ihm die Anweisung gibt: bei 1000° C musst du verbrennen. Wird nun die Ausrichtung des Bewusstseins verändert, können mit der neu gewonnenen Perspektive, Gegebenheiten neu bewertet werden. In diesem Fall die Wirkung der Hitze auf den Körper. Der Heilungsansatz über die Arbeit mit Trancezuständen bewirkt eine Veränderung der Perspektive, die, wie das Beispiel vom Feuerlauf zeigt, Rückwirkungen auf den physischen Körper hat.

40 Tage
sind ein magischer Zeitraum der in vielen Kulturen bekannt ist.
- Im Christentum beginnt am Aschermittwoch die 40tägige Fastenzeit = Quadragesima (Zeit der 40 Tage)
- in der Bibel: die Sintflut dauerte 40 Tag, 40 Jahre die Wanderung Israels durch die Wüste, 40 Tage war Mose auf dem Berg Sinai, und 40 Tage und Nächte hielt sich Jesus in der Wüste auf.Am 40. Tag nach Ostern wird das Fest "Christi Himmelfahrt" gefeiert.
- Im Islam steht vierzig für die Verwandlung und den Tod, vierzig Tage ist gewöhnlich die Zeit, nach der bei einem Todesfall des Toten gedacht wird. Auch Aussöhnung und Rückkehr zur reinen Lehre wird damit symbolisiert.
- in der griechischen Mythologie wurden die Argonauten 40 Tage vom Westwind aufgehalten.
- Die menschliche Schwangerschaft dauert 40 Wochen.
- Vom französischen Wort quarante (vierzig) stammt der Ausdruck Quarantäne. Im 14. Jahrhundert wurden erstmals vierzigtägige Isolationsperioden zur Vermeidung von Pestepidemien verhängt.

Zeichen der Kraft
Darunter werden im schamanischen Kontext Ereignisse verstanden die äußerst selten / unwahrscheinlich / nicht vorhersehbar u./o. Naturwissenschaftlich nicht erklärbar sind. Diese werden als Zustimmung der Geister oder auch als Machtbeweis des Schamanen / der Schamanin, gewertet. Dabei kann es sich um ungewöhnliche Fähigkeiten handeln wie die Demonstration der Unverletzbarkeit, aber auch um ungewöhnliche Synchonizitäten die den Lauf von Vorhaben in eine bestimmte Richtung lenken. Auch Omen sind Zeichen der Kraft.


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