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Miasmen 

 

Psora    Malaria    Sykosis    Ringworm    Syphilis    Typhus    Krebs    Lepra    Tuberkulose


Definition Miasma allgemein
Die Miasmen gelten als einer der schwierigsten Themen in der Homöopathie überhaupt. Das Miasma (griech. Verunreinigung) gilt als einer der Faktoren, die einen Heilungserfolg trotz gut gewählter homöopathischer Arznei verhindern können. Jürgen Becker bezeichnete das Miasma anlässlich eines Seminars zu Freiburg im Frühjahr 97 auch als „einen relativen Unheilbarkeitsfaktor im Verhältnis zur Erkrankung". Das bedeutet einfach soviel wie, dass ein gut gewähltes homöopathisches Arzneimittel für einen vorliegenden Fall nicht greift und sich keine Besserung einstellt.
Es ist für uns Heutige mehr als wichtig, die Miasmen nicht unmittelbar mit unseren heutigen Infektions- oder Geschlechtskrankheiten gleichzusetzen Das Miasma ist eher als chronisches (Erb-) Problem zu verstehen, das über die Eltern und Großeltern bereits vererbt wurde oder als grundlegendes Problem von Geburt bzw. von früher Kindheit an bereits bestand und nicht gelöst war.

Ein Miasma stellt in der Regel eine schwierige und nicht leicht zu lösende Aufgabe im Leben des Betreffenden dar und stellt oft sogar ein in der Familie über Generationen verdrängtes Thema dar.
Miasma ist also nicht ein kurzfristig oder mittelfristig entstandenes Problem, sondern hat wesentlich tiefere Wurzeln, die meist in der Familiengeschichte oder sogar in früheren Inkarnationen der jeweiligen Seele gründen.
Wenn man die Betrachtung der Miasmen auf eine größere Sicht hin anstellt, so wäre es auch möglich, das Fundament des Leidens in Erfahrungen früherer Leben zu lokalisieren.

Miasmatisches Gesetz (entgegen der Hering´schen Heilungsregel) besagt:
Krankheit wandert von außen nach innen, von unten nach oben
Das heißt der Weg einer Krankheit beginnt an einer „oberflächlichen“ nicht lebensbedrohlichen Stelle und wandert bei Unterdrückung oder ohne richtige Behandlung weiter nach innen.

Die Hering´sche Heilungsregel besagt, dass der wirkliche Heilungsprozess – (an der sich auch die klassische homöopathische Therapie hält)
von innen nach außen,
von oben nach unten,
in umgekehrter Reihenfolge der Entstehung der Symptome abläuft.
Das heißt der echte Heilungsprozess läuft in umgekehrter Reihe der Krankheitsentstehung ab. Kurz gesagt: der Hautausschlag eines Asthmatikers darf NICHT vor seinen Lungen- / Hustenbeschwerden gebessert werden!

Folgende Miasmenbeschreibungen wurden im Rahmen der Arbeitsgruppe Radionik und andere Biokommunikationsmethoden von Gruppenmitgliedern erarbeitet.
Zum besseren Verständnis wurden auch die Beschreibungen der Krankheiten, nach denen die Miasmen benannt wurden, beigefügt.


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Psoramiasma (griech. Juckreiz)


Empfindungsmiasma – Schwäche – Mangel – Ängstlichkeit – Empfindlichkeit- Gleichgewicht – Hemmungen – Minderwertigkeit – Sensitivität (große Wahrnehmungsfähigkeit)

Schlüsselbegriff: sich abmühen
Lernaufgabe: achten der eigenen Bedürfnisse
Typische Erkrankungsqualitäten: beständiges Ringen mit belastender Erkrankung, nicht bedrohlich- nicht aussichtslos
Tugend: Sensibilität, kann Wünsche anderer ablesen, missachtet aber die eigenen Bedürfnisse! Geht auf andere zu, nimmt sich derer Probleme an, beschwert sich aber im Nachhinein, dass er/sie mit Problemen anderer behaftet ist.

Hat ein Problem mit dem Abgrenzen, (Energieschalen sind sehr dünn!) Hoher Leistungsanspruch an sich selbst, kann aber mit Stress nicht umgehen. Hilfsbereit und freundlich! Verschlimmerungszeiten: morgens und abends. Lokale Beschwerden: pigmentartige, trockene, blasse Hautstellen, Haarausfall am Kopf, Schuppenbildung auf der Haut und Kopf, Erektionsstörungen, wenig bis keine Schweißbildung.

Therapieblockaden: Chronischer Kummer, Ärger, Sorge, Verdruss, Gram, exzessiver selbstzerstörerischer Lebenswandel, Diäten und Lebensweise (förderliches und schädliches)
Enge Verbindung zu: Dünndarm- Meridian, Herz- Meridian, Solar-Plexus, Wurzelchakra
Heilmittel: Sulfur, gegebenenfalls Psorium, China (Grenzen ziehen)
Blüten: die zur Abgrenzung dienen und auf Solar-Plexus und Wurzelchakra wirken, alle Blüten, die bei Empfindlichkeit helfen.

Die Psora ist gekennzeichnet durch Mangel und Hemmung auf allen Ebenen; funktionelle Beschwerdekomplexe, körperliche Abwehrschwäche, seelische Überempfindlichkeit, Schüchternheit, Mangel an Selbstvertrauen und Mangel an Selbstwertgefühl belasten die Patienten. Häufige Infekte der Atemwege, Allergien, Neurodermitis und Asthma sind hier die häufigsten Erkrankungen, die eine Entlastung für die Psora darstellen. Maßgebend für die Psora ist eine Grundschwäche, die sich insbesondere auf der Haut als Krätze und Hautausschlag bemerkbar macht. Unter Psora meint man die innere Krätzekrankheit, welche durch den äußeren Krätzeausschlag in Erscheinung tritt.

Die Ursache der Schwäche ist aller Wahrscheinlichkeit nach keine körperliche, sondern eine energetische, die aber zu körperlichen Kompensierungen führt. Z.B durch übermäßiges Essen in der aktiven psorischen Phase – es kann dadurch aber der energetische Mangel nicht ausgeglichen werden, weshalb der Drang nach Stimulantien weiter besteht (Miasmen als Energieform), da die Heilungsversuche nicht auf der gleichen Ebene geschehen. Das ist der Grund der Schaffung der Miasmen, wobei der Organismus versucht, einen Mangel auf Ebenen auszugleichen, auf denen sie nicht ausgeglichen werden können und er somit pathologische Reaktionen im Organismus schafft. Das Verlangen nach Stimulantien (heißen Getränken und Speisen, nach gebratenen, scharf gewürzten Speisen, Betäubungsmittel, Anregungsmitteln, Tee, Kaffee, Tabak oder andere) hat seine Ursache in der Einwirkung der Psora auf die Lebenskraft. Die Lebenskraft wird so sehr geschwächt, dass der Körper die Stimulantien braucht, um die notwendige Spannung für das tägliche Leben aufzubauen.

Charakteristische Zeichen der aktiven Psora:
Ein noch einigermaßen gut funktionierendes Immunsystem, das noch Lebensenergie zur Verfügung hat – wird immer die Aktivierung suchen. Daher tritt die aktive Psora zuerst auf. Angst, Furcht (was passieren könnte, wenn..), Brennen, übersteigerte Einbildung, wechselhafte Emotionen und leicht zu erschüttern durch starke emotionale Eindrücke wie Kummer, Schock, Wut und Furcht, gesteigerte Gedankentätigkeit, Heißhunger, Krämpfe, Reizbarkeit, Ruhelosigkeit (in der tuberkulinen Phase der Erkrankungen nimmt diese psychische Unruhe ein Eigenleben an und führt zur Sucht nach ständigen Veränderungen und der tiefen Sehnsucht nach der verlorenen Heimat, die auf der Ebene, in der gesucht wird, nicht gefunden werden kann), Schreckhaftigkeit, Schwindel, Überempfindlichkeit und Überaktivität auf allen Ebenen des Daseins, Wechselhaftigkeit, Launenhaftigkeit - Stimmungsschwankungen, gestörtes Zeitempfinden, Langsamkeit und Verzögerung.

Lokale Beschwerden:
Heiße, trockene Hautstellen; übermäßige Schweißabsonderung, rasende Gedanken (Geist ist überempfindlich und überaktiv); Schwierigkeiten, sich neuen Situationen zu stellen = Angriff als mögliche Reaktionsform; Husten; Juckreiz und Brennen (Haut, Augen); Überempfindlichkeit der Augen; gesteigerte Darmtätigkeit (Rumoren); Völle- oder Druckgefühl od. Empfindung von einem Stein im Bauch; Blähungen; Schmerzen im Bauch; Hämorrhoiden; Hautausschläge (trocken, rauh und pickelig, Bläschen, die furchtbar jucken und nach dem Kratzen brennen), Nesselausschlag, Krätzeausschlag; Herzbeschwerden durch Furcht, Enttäuschung, Schocks, übermäßige Freude, obwohl EKG unauffällig ist = Besserung durch Ruhe; Kopfschmerzen; außergewöhnliche Empfindlichkeit des Hörvermögens;

Geistes- und Gemütssymptome:
Arbeitsunlust (kann Arbeit nicht bewältigen- "bin zu schwach"), keines Gedanken fähig, Hypochondrie, Mangel an Selbstvertrauen (traut sich die Verantwortung nicht zu übernehmen. Alles erscheint einem wie ein großer Berg, den man nie bewältigen wird, schafft es dennoch immer.); hat Schwierigkeiten, sich neuen Situationen zu stellen = Rückzug als mögliche Reaktionsform; Neigung zu Schwermut und Selbstanklage; Hängt sich an andere (übernimmt nicht die Verantwortung für das eigene Leben, sondern macht das Leben für die eigene Situation verantwortlich und verlangt vom Leben, genährt zu werden.

Claudia Ritt

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Malariamiasma

Krankheit: Malaria-Erreger : Plasmodium, ein einzelliger Parasit.
Der Überträger und Zwischenwirt der Malaria ist die weibliche Anopheles-Mücke. Inkubationszeit 8 –12 Tage
300 - 500 Millionen Menschen sind an Malaria erkrankt.
Die Krankheitsentstehung und entwicklung wird möglicherweise durch freiwerdende Stoffwechselprodukte, die hämolytische Anämie und durch Autoimmunreaktionen des Wirts sowie durch kapillare Stase infolge Verklumpung befallener Erythrozyten bestimmt.
Zyklischer Verlauf mit grippeähnlichen Vorläuferstadium und Fieberanfällen.Malaria tropica – schwerste und akut lebensbedrohliche Verlaufsform – Bewusstseinstrübung bis zum Koma, Nierenversagen, Störungen im Elektrolyt- Säure- und Basenhaushalt, respiratorische Insuffizienz, Hämolyse – Abbau der Erythrozyten (rote Blutkörperchen)
Malaria tertiana –Fieberanfälle alle 48 Stunden; neigt zu Revidenzen, die auch nach Jahren auftreten können
Malaria quartana – günstige Prognose bei adäquater Therapie der akuten Phase (Achtung: Nierenbeteiligung) Rückfall nach Jahren möglich.

Kennzeichen Malaria-Miasma
Bedrohung und Schwäche wechseln ab. Anlauf ist Bedrohung - Aufgeben ist Schwäche. Der fiebrige Zustand wirkt bedrohlich. Abwechselnd wird Bedrohung und Schwäche erlebt. Fiebriger Dämmerzustand. Schwebt weg wie bei Clematis. Fieberkrise – Rückzug in eine Traumwelt. Geistig abwesend. Reiche Vorstellungskraft. Fehlender Realitätsbezug. Wahrnehmung der Umwelt wird getrennt wie durch eine Watteschicht erlebt. Schwebend. Benebelt . Dumpf

Marianne Michl

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Sykosismiasma

Analyse der Miasmen -Sankaran
Miasmen sind Reaktionsmuster, die aus unterschiedlicher Wahrnehmung der Realität resultieren
Sykosis: Problem scheint unlösbar, die Reaktion soll die Unfähigkeit, das Problem zu lösen, verbergen; das Grundgefühl ist: “Ich bin nicht in der Lage, die Situation zu bewältigen, mit mir stimmt etwas nicht.“ Verbunden mit dem Eingeständnis der Schwäche ist der Versuch, damit zurecht zu kommen und sie zu verbergen. Der Patient versucht ständig, diese Schwäche auszugleichen, sogar auch dann, wenn es die Situation nicht erfordert, wenn zB: in der Umgebung keine Anforderungen bestehen. Dieses Gefühl folgt wahrscheinlich einer Periode, in der man sich über einige Zeit erfolglos bemüht hat. (Medorrhinum)
(Gonorrhö) Ausfluss ist die häufigste Manifestation. Eine chron. stetige Abwehrreaktion mit geringer Aussicht auf vollständige Heilung, jedoch keine verzweifelte Situation

Körperliche Ausdrucksformen:
Sykose: Aus einer unzureichenden normalen Reaktionsfähigkeit heraus kommt es zu übersensiblen Reaktionen auf spezifische Umweltreize, in Form von zB. Tumorbildung und Allergien, Warzenbildung. Ein gutes Bsp. hierfür ist auch die Keloidbildung, eine überschießende Narbenbildung, bei der ein „Gefühl des Ungenügens“ einen verstärkten Versuch zur Folge hat, den Fehler zu beheben.

Die Sykose kommt am häufigsten bei Menschen im mittleren Alter vor – in dem jemand nach langem Bemühen seine Unzulänglichkeiten erkennt und sie zu verbergen sucht – Vorstellungen werden rigide – Freiheit ist nur noch eingeschränkt vorhanden. Es wird arrangiert statt gekämpft.

Sykotische Persönlichkeit
Das Hauptmerkmal ist Verschwiegenheit – die ganze Zeit werden Schwächen verborgen – ist daher immer angespannt, – dies macht sogar den Alltag anstrengend. Man hofft nicht mehr seine Schwächen zu überwinden, sondern will sie unbedingt verbergen. Der Patient wirkt bei der Anamnese meist verschlossen. Es bestehen festgelegte Gewohnheiten und Persönlichkeitszüge – er handelt in festgelegter Form. Dies spiegelt sich auch in seinen Träumen wieder.


Einteilung lt. Hahnemann und Clarke:
Psora Krätze nervös
Sykose unterdrückter Tripper mysteriös
Syphilis unterdrückte Syphilis destruktiv
Tuberkulin unterdrückte TBC unzufrieden

Tine Schwab

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Ringwormmiasma

Ringworm-Erkrankung
Hauterkrankung, durch Parasiten/Pilz hervorgerufen, kreisförmige befallene Stellen

Miasma (Sankaran)
Ringworm ist zwischen Psora und Sykosis (wird scheinbar auch als Teil von Sykosis angesehen), Klienten zeigen Mangel an Vertrauen, egoistisches Reden, kann auch verdeckt sein, Angstattacken; die Krankheit und die Symptome können in Phasen kommen und gehen.

Einige Mittel (nahe den Ringworm-Symptomen)
Calc. Sulph., Mag. Sulph.,Calc. Silicata, Bacillinum, Sulphur

Erlebte „Kennzeichen“
zuerst großes Interesse an einem Thema, dann verschwindet dieses völlig, dann wieder Anlauf, wieder Interesse weg
Tun ohne „wirklichen“ Grund, etwas kommt nicht wirklich in die Schöpfung
anfangen – aufgeben,

Erlöstes Potential (?):
Erinnerungsspur schaffen, Bewegung - Stillstand erfahren, ausloten
Vordergrund – Hintergrund – Geschichte
Reinigt von Vorstellungen
Lässt das Nicht-Nennbare erleben
Demut gegenüber dem Sein
„sein“ lassen, „das Leben ist“

Susi Skarek-Weiss

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Syphilismiasma

Infektionskrankheit Syphilis (syn. Lues)
durch Treponema pallidum hervorgerufene Infektionskrankheit (Geschlechtskrankheit), Therapie erfolgt in der Regel mit Antibiotika (Penicillin!)
Primärstadium (Frühsyphilis) nach drei Wochen syphilitischer Primäreffekt (Geschwür) an der Eintrittsstelle, meist Genitalien, Mundbereich, danach örtliche Lymphknotenschwellung.
Sekundärstadium (Frühsyphilis) Kopf- ,Gliederschmerzen, Fieber, generalisierte Lymphknotenschwellung, später Hautausschläge, nässende Papeln (= bis erbsengroße Knötchen) perianal und -genital - hochinfektiös !
Tertiärstadium (Spätsyphilis, Monate bis Jahre nach Infektion) Gummen („Gummigeschwulst“) an Haut, Schleimhäuten und Organen. Es kann jedes innere Organ angegriffen werden, v.a. Knochen, später Zerstörung der glatten Muskelfasern und unelastischen Fasern.
Letztes Stadium (Neurosyphilis) Symptome am ZNS, Untergang grauer Hirnsubstanz (progressive Paralyse), Hirngefäßerkrankungen, evtl. psychiatrische Befunde, sehr unterschiedliche neurologische Symptomatik.

Miasma - Das Wesen „Syphilis“ - Syphiline
Es ist der Syphilis eigentümlich, dass sie sich lange Zeit erfolgreich verstecken kann, wenn sie aber hervortritt, nimmt sie häufig die vielfältigsten Formen an.
Haupteigenschaft: „Zusammenbruch, Zerstörung, Entartung“ im Physischen (unheilbare Krankheiten, AIDS, Autoaggressionskrankheiten, MS,...) und Psychischen (Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Suizidalität, Hass, Gewalt, brüchige Identität, Selbstzerstörungstendenzen, Starrheit, Eigensinnigkeit, Eitelkeit, Hochmut, Stolz, geistige Abstumpfung, Müdigkeit,...)
„Sobald es syphilitischen Menschen gut geht, werden sie irgendetwas suchen, um sich zu zerstören !“

Positive (transformierte) Qualitäten sind Erneuerungsfähigkeit („Phönix aus der Asche“) und Transformationsfähigkeit.

Homöopathie
MERCURIUS ist das Mittel der akuten Syphilis (nicht konstitutionell)
Das konstitutionelle Mittel ist individuell (oft im sykotischen Bereich), vom konkreten Erscheinungsbild auszugehen. In der zweiten Phase Cinnabaris, Nitricum acidum, Thuja;
Syphilinum (Nosode) bei erblicher Belastung. Bei der Heilung von Syphiline werden sehr oft sykotische Heilreaktionen beschrieben (Syphiline heilt über Sykose aus).

Vor allem die wiederholte Gabe von Hochpotenzen sollte sehr überlegt und gezielt erfolgen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass in den Organismus über Homöopathica (Fremd)informationen eingebracht werden, die ihrerseits miasmatischen Charakter haben können.

Blütenessenzen (Auswahl)
destruktives Verhalten - Macadamia (Aloha Hawaii), Zerstörung des Alten - Sacred Datura (Desert Alchemy), Selbstmordgedanken - Waratah (Australische Busch), schädigende Situationen – Ephedra (Desert Alchemy), Psychose - Ranunculus (Petit Fleur), Gewalt – Rhododendron (Bailey), Mountain Mahogany (Desert Alchemy), Prickly Pear Cactus (Desert Alchemy), Gewaltreaktionen - Orange-spiked Pea Flower (Australische Living), Starrköpfigkeit - Tarbush (Desert Alchemy), Starrheit - Double Snowdrop (Findhorn), Ohai Ali’i (Aloha Hawaii), Dampiera (Australische Living) Fatalismus - Wild Violet (Australische Living)

DI. Gerald Kohl

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Typhusmiasma

Die Krankheit Typhus: Der Typhus ist eine schwere meldepflichtige Allgemeinerkrankung, die vor allem in Entwicklungsländern vorkommt. Es handelt sich dabei um eine bakterielle Infektion mit Salmonella typhi, die durch Trinkwasser und kontaminierte Nahrungsmittel übertragen wird. Der Begriff Typhus ist aus dem griechischen Wort "typhos" abgeleitet, der soviel bedeutet wie „Dunst“ oder „Nebel“.
Infektionswege: Nach oraler Aufnahme gelangen die Typhussalmonellen in den Darm, Durchdringen der Darmwand, über die großen Lymphgefäße des Körpers Eindringen in die Blutbahn, Verteilung mit dem Blutstrom in alle Organe, bevorzugt wird das lymphpatische Gewebe des Darmes befallen.
Inkubationszeit: im Mittel 10 Tage, zwischen 3 und 60 Tagen. Die Inkubationszeit ist von der Infektionsdosis abhängig und umso kürzer, je höher die primäre Keimzahl ist
Symptome: typischer zyklischen Verlauf, wenn nicht gleich Antibiotikagabe erfolgt
1. Krankheitswoche mit allmählich treppenverlaufähnlichen Temperaturen, Frösteln, Kopfschmerzen und Mattigkeit. Zusätzlich ev. Bauchschmerzen und Verstopfung
2. Krankheitswoche Körpertemperatur von 39° bis 41° kontinuierlich so hoch. Der Pulsschlag ist häufig verlangsamt. Die Menschen fühlen sich schwer krank und sind oft benommen. Die Zunge ist häufig grau-weiß belegt, wobei die Spitze und die Ränder oft frei bleiben und hochrot erscheinen (Typhuszunge). Leber und Milz sind vergrößert. Gegen Ende der 2. Woche zeigt ein Drittel der Erkrankten einen typischen Hautausschlag, der hauptsächlich den Rumpf und seltener die Gliedmaßen befällt (Roseolen: blassrote, ca. 1 mm große Hautveränderungen).
3. Krankheitswoche typische erbsenbreiartigen Durchfälle, ev. delirante (bewusstseinsgetrübte) Zustände
4. Krankheitswoche es kommt zur Entfieberung mit stark schwankenden Temperaturen. Daran schließt sich eine lange Rekonvaleszenz an.

Typhusmiasma

Der unerlöste Aspekt ist ein krisenhaftes Ringen. Diese Menschen brauchen Regeln und Vorgaben. Meist arbeiten diese Menschen viel, sie überfordern sich leicht. Oft halten sie peinlich genau Ordnung. Unhervorgesehene Ereignisse können diesen Typ rasch aus seinem Rhythmus werfen. Diese Ereignisse versucht er dann zu ignorieren, er macht weiter, als ob nichts geschehen wäre. Die Neigung zu großer Ängstlichkeit vor zukünftigen Übeln ist vorhanden. Diese Angstzustände können sich mit Phasen der Entspannung ablösen.
Das Bestreben, innerlich wie äußerlich jegliche Unsicherheit auszuschalten, kennzeichnet oft die Lebenshaltung und die daraus resultierende Problematik. Diese Menschen sind ernst, verbissen, zwanghaft, diktatorisch, oft herrscht eine überkritische Haltung gegenüber anderen.
Der erlöste Aspekt bringt die Fähigkeit zum Krisenmanagement, mit anderen Menschen agieren und sich doch abgrenzen. Der Zen-Mönch, der zwar nach strengen Regeln lebt, doch dabei in die Liebe geht und Gelassenheit erlebt. Über die eigenen Sorgen lachen, weil man doch die relative Unwichtigkeit erkennt. Echte innere Fröhlichkeit, ausgeglichen, urteilsfähig, objektiv, Problemen den richtigen Stellenwert geben. Fähigkeit, auch Kleinigkeiten bewusst wahrzunehmen und Unvollkommenheit zu akzeptieren.
Dinge tun aus Spaß an der Freude und nicht nur, weil man es tun muss. Dem als richtig Erkannten folgen mit gutem Gewissen, befreit von Angst vor Strafe das Recht vertreten, nicht nur das Gesetz. Fähig, Formen, die vollkommen beherrscht werden, zu befreien.

Elisabeth Hickl

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Krebsmiasma

Krebs / Tumor – Definition:
Psyrembel: allgemeine Bezeichnung für bösartige Neubildungen
Radionik : allgemein gutartige und bösartige Neubildungen
Geistig: eine fehlgeleitete Konzentration / ein Chaos
ein Abschluss (dann geht’s ganz schnell)
Energetisch: ein Stau / eine Blockade von Qi und Blut
Körperlich: eine Gewebewucherung
ein Heilungsversuch - verdrängter Wachstumsimpuls an falscher Stelle im Körper

Welt - Selbstwahrnehmung: will jemand sein, der zu sein er nicht fähig ist, Fehler bedeuten Tod und Zerstörung. „Ich bin nicht gut, so wie ich bin – muss mehr sein“. Verbunden damit eine ausgeprägte Abneigung oder Scheu, sich mit der eigenen seelischen Befindlichkeit zu befassen und unterdrückte, nach innen gerichtete Aggressionen.

Reaktion auf Belastung: Reagiert mit körperlicher und seelischer Unterdrückung. Kompensationsmöglichkeiten sind Arbeitssucht und legale Drogen, besonders Alkohol und Tabak - beide karzinogen!

Form der erfolgenden Reaktion: Kampf bis zum Äußersten, um Kontrolle aufrecht zu erhalten.

Homöop. Mittel: Carcinosinum ist angesagt bei chronischer Hepatitis, Allergien, Asthma, chronische Bronchitis, Warzen (Römer), körperliche und seelische Unterdrückung. (Achtung Nosode!)
Blüten: Agrimony – Angst zu zeigen (anerkennen), wie man ist.
Vervain – hohe Ideale, Perfektionszwang.
Sweet Chestnut – Verzweiflung, Zusammenbruch.
Star of B. – seelische Verletzung, daher große Verletzlichkeit
Larch – mangelndes Selbstvertrauen

Allgemeine Zusammenfassung: Das Krebsmiasma zeichnet sich durch eine sehr geringe Veränderungsbereitschaft aus. Starke Außenorientierung – „andere sollen für mich tun (damit ich selber nichts ändern muss)“ oder – „ich tue für andere (aufopfern)“ Will perfekt sein – starre Kontrolle, um Chaos zu beherrschen – Fehler sind Kontrollverlust – Perfektion, um keine Angriffsfläche für Kritik zu bieten.

Schlüsselbegriff: Kontrolle und Perfektion als letzter Halt
Transformiertes Potential: Makelloser Idealismus und Hingabe an den Augenblick, Vollkommenheit und Genauigkeit statt Zwang und Verbissenheit.

Kaletao

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Lepramiasma

Krankheitsbeschreibung
Lepra (Aussatz) ist eine weltweit vorkommende bakterielle Infektionskrankheit. Sie zerstört Haut und Schleimhäute und befällt Nervenzellen. Vor allem in tropischen und subtropischen Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte und niedrigen hygienischem Standart tritt Lepra auf.

Symptome
Es gibt verschiedene Formen der Lepra. Am schwersten verläuft der klassische Aussatz, der auch als bösartige Lepra bezeichnet wird. Die Krankheit weist folgende Symptome auf.
• Starke , teils knotige Hautschäden
• Absterben (Nekrosen) von Fingern, Zehen, Nasen, Ohren und später auch von größeren Gliederabschnitten
• Lähmungen
• Gefühlsstörung bis hin zur Schmerzlosigkeit

Bei anderen Formen der Lepra treten unterschiedlich starke Hautveränderungen auf, die aber nicht unbedingt zu Nekrosen führen. Daneben kann es zu Nervenschädigungen mit Gefühlsstörungen kommen.

Lepramiasma - Indikation:
keine Hoffnung auf Veränderung.
Die Gedanken und Empfindungen zum Beispiel wie:
• „ich fühle mich wie ein Aussätziger und werde darum gemieden...“
• „Ich fühle mich schmutzig, ekelig, abstoßend...“
• „Ich bin furchtbar, deshalb werde ich ausgeschlossen...“

– kompensatorisch ev. bildet sich daraus das Gefühl der Erhabenheit, Adel – „wir sind die Besten“.

Schmerz, Monotonie, wenig Bewegung oder Änderung möglich, (vergleich zu Syphilismiasma: es ist noch nicht völlig hoffnungslos)

Passive Reaktion:
Keine Aufregung, nur Langeweile. Monotonie, fad, geschmacklos, schal.
Gefühl der Schwäche, da der Langeweile nachgegeben wird.
Änderung, aus Angst die Kontrolle zu verlieren, schwer oder nicht umsetzbar.

Aktive Reaktion:
Verlangen nach Vergnügen und Unterhaltung, Verlangen nach Veränderung.
Kompensatorisch - Vergnügen und Freude, nicht berührt von Langeweile, Schmerz und Leid.
Hang zu Großartigkeit und Perfektion möglich.

Fähigkeiten:
das gegenwärtige anzuerkennen, Dinge von sich geben zu können -
aber es wird nur ein Teil umgewandelt, der andere bleibt bestehen.

Ulrike Hickel und Michael Stingeder




Tuberkulosemiasma

Krankheitsbeschreibung:
Tuberkulose ist eine weltweit verbreitete bakt. Infektionskrankheit, die chronisch verläuft u. v. a. in den Atemorganen lokalisiert ist, jedoch grundsätzlich alle Organe befallen kann.

Die Symptomatik kann sich in sehr unterschiedlichen klinischen Verläufen manifestieren. In den meisten Fällen äußert sich Tuberkulose durch Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust, weiters durch chronischen Husten, oft mit blutigem Auswurf kombiniert. Die Krankheit betrifft vor allem die Lunge, kann aber auch auf andere Organe übergreifen beispielsweise den Nieren, Hirnhäuten, Lymphknoten oder dem Rückenmark.

Infektionsweg => die Tuberkulose wird durch das Mycobakterium tubrculosis hervorgerufen und in der Mehrzahl der Fälle durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. In seltenen fällen tritt eine Infektion durch den Verzehr von erkrankten Tieren auf.

Die Tuberkelbazillen lösen zunächst einen entzündlichen Prozess aus, der Verkäsung genannt wird. Das zerstörte Gewebe hinterlässt eine dicke, käsige Substanz, die später vernarbt und ein funktionsunfähiges Gewebe zurücklasst. Besonders beim Befall mehrer Organe führt dies neben dem Versagen der Organleistung zu einem dramatischen Gewichtsverlust, was der Tuberkulose ihren im 19. Jahrhundert verbreiteten Namen „Schwindsucht“ gab.

Bei 90 Prozent der Infizierten bleibt die Infektion lebenslang latent. Zum Ausbruch der Krankheit kommt es, wenn das Immunsystem eines Menschen durch Erkrankung oder ungünstige Lebensbedingungen geschwächt ist. Die Tuberkulose tritt daher häufig als Folge einer Infektion mit HIV auf.

Miasmabeschreibung:

Thema:
Ständiger Wechsel. Sucht nach Reizen, ist ständig auf der Suche.
Im körperlichem Erscheinungsbild, sind eher drahtige, schmale, große Menschen. Enger Brustkorb und schmale Schultern schlaffe Körperhaltung. Abmagerung trotz vielen Essens. Blasse Haut, die Menschen wirken oft älter als sie sind.

Leitsymptome:

Psychisch wirken die Menschen oft rücksichtslos und oberflächlich, achtet nicht auf sich und auf andere. Ihre Gesundheit ist ihnen relativ egal. Tun alles um ihre Phantasien zu stimulieren. Stark Genussorientierung, sie können allen möglichen Süchten nachgehen (Koks, Speed, Ecstacy,...) probieren alles aus. Benötigen den „Kick“ z.B. fahren extra schwarz, Diebstahl, obwohl sie genug Geld haben.

Die Menschen sind sehr reisefreudig, wollen einen ständigen Wechsel im Leben oft von Beruf – Partner (starkes sexuelles Verlangen) – Freunde – Interessen – Ärzte. Euphorische Exaltiertheit schlägt in traurige Gemütsverfassung um.

In jungen Jahren wirken sie häufig sehr vital und energievoll verbrauchen ihre Lebensenergie allerdings sehr rasch. Schnelle körperliche und geistige Ermüdung führen immer häufiger zu trägen Gemütsverfassungen und phlegmatischen Phasen.

Ulrike Hickl

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