Die Besucher
Es klopft an meiner Tür.
Da steht eine Gruppe
vom fahrenden Volk
– heißbütig, laut und hungrig.
Meine Tür ist stabil,
ich könnte sie auch
draußen stehen lassen. Ich muss sie nicht hereinbitten
in mein sauberes, ruhiges, sattes,...
– eigentlich langweiliges Haus. |

Was soll’s –
hereinspaziert in die gute Stube! Sie freuen sich, dass ihnen jemand nach so vielen vergeblichen Bitten
Gastfreundschaft gewährt.
Sie feiern, fressen meine Vorräte auf,
singen so laut, dass mir der Kopf dröhnt
und tanzen durch das ganze Haus.
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Und trotzdem, diese verrückte Bande
bringt Leben in mein Haus
– vitale Lebendigkeit.
Ich stehe mitten drin,
erfreue mich an ihrem bunten Treiben.
Doch es werden immer mehr,
bald ist fast kein Platz für mich übrig.
Nun reicht es aber!
Ich gehe zum Ofen und heize tüchtig ein.
Alles, was ich nicht mehr brauche,
eigentlich schon lange wegwerfe wollte,
kommt in den Ofen.
Bald ist nichts mehr im Haus,
das ich noch verheizen möchte. |

Aber das ist jetzt
auch gar nicht mehr nötig. Dem fahrenden Volk ist es drinnen
zu heiß geworden,
und es tanzt gerade
die Straße hinunter,
um bei der nächsten Tür zu klopfen.
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Ich werde erst mal schlafen gehen
und morgen früh
herrliche Pläne entwerfen,
wie ich mein entrümpeltes Haus
noch viel schöner einrichten kann als zuvor.
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