Ich werde im folgenden die radionische Begleitung mehrerer Personen einer Familie zum
Thema Hautprobleme beschreiben.
Im April 2002 kam eine schlanke, gepflegte Frau Ende 20 in meine Praxis, die seit ihrer Kindheit an Neurodermitis
litt. Ich werde sie im folgenden Johanna nennen. Ab September 2002 bekam ich auch ihre beiden Neffen (Paul
und Samuel) radionisch zu betreuen und ab Jänner 2003 16 Monate lang das gesamte Familiensystem. Was
ist nun Neurodermitis von verschiedenen Perspektiven aus betrachtet?
Schulmedizinisch betrachtet, handelt es sich hierbei um ein Krankheitsbild, bei dem durch nerval bedingte
Entzündungen Hautsymptome hervorgerufen werden, die von quälendem Juckreiz begleitet sind. Der Begriff
Neurodermitis setzt sich zusammen aus den Worten Neuro = Nerven, derma = Haut und itis = Entzündung.
(Psyrembel)
Schamanisch betrachtet, bildet die Haut die Grenze des physischen Körpers. An dieser Grenze findet nun
dauernd schmerzhafte Reibung (Kratzen) und Krieg (Entzündung) statt.
Beim Erstgespräch fällt mir auf, dass sich Johanna dauernd irgendwo am Körper kratzt, ohne
sich dessen bewusst zu sein. Auf meine Frage, wie es ihr mit dem Thema Abgrenzung im sozialen Umfeld geht,
erzählt sie dass es ihr sowohl beruflich als auch privat schwer fällt, Grenzen zu setzen und sie
dadurch oft von Außeneinflüssen überflutet wird. Bei dieser Aussage zieht sie sich körperlich
zusammen.
Wir beschließen, mit
radionischen Testungen
und unterstützend dazu mit Blütenessenzen zu arbeiten.
Als Anliegen für diese (und alle weiteren) Testungen formuliert sie den Wunsch: „Die Haut soll
widerstandsfähig sein und sich innen und außen gut anfühlen.“
1. Testung April 2002
Bei dieser Ersttestung steht das
Miasma
Psora sehr stark im Vordergrund. Ein Miasma stellt den Nährboden für Problembereiche dar. Charakteristisch
für das Psora Miasma ist eine hohe Empfänglichkeit für Umwelteinflüsse und eine dadurch
leicht entstehende Reizüberflutung. Um diese zu dämpfen, wird oft zu Suchtmitteln gegriffen. Auf
meine Frage diesbezüglich erzählt mir Johanna, dass sie öfter und in größeren Mengen
Alkohol konsumiert. Weiters raucht sie auch regelmäßig Zigaretten und Haschisch.
Weiters zeigen sich ein Mangel an Abgrenzung bei gleichzeitig stark erhöhter Empfindsamkeit. Durch große
Empfindsamkeit und mangelnde Abgrenzung kommt es zu Krieg / Irritationen, an der Grenze / Haut. Aber auch
an der energetischen Grenze, der Aura, entsteht Reibung und damit Entzündung. Die
mittlere
Aura die Übersetzungsstelle zwischen Innen und Außen ist, ist entzündet und damit nicht
in der Lage Botschaften der Umwelt adäquat zu übersetzen. Dadurch entsteht weitere Reibung.
Sechs Wochen später kann Johanna berichten: „Meine Haut ist weich, juckt kaum und ist weniger trocken.“
Auch die Abgrenzung hat sich deutlich verbessert. „Ich bin nicht mehr so stark von den Stimmungen von
Personen in ihrem Umfeld abhängig.“ Im Alltag ist sie in letzter Zeit lustlos und motivationslos.
2.Testung Juni
Heute zeigt sich eine Blockade im Halschakra.Dieses
Chakra
steht in Zusammenhang mit Kommunikation, aber auch mit Entscheidungsfähigkeit. Die Werte der ersten Testung
sind insgesamt leicht ins Positive verändert. Neu dazugekommen sind Allergieraten. Nach der Testung angesprochen,
ob sie Allergien hätte sagte sie mir, sie hat Heuschnupfen und eine Allergie auf bestimmte Stoffe.
Als unterstützende Übung zum Aufbau einer gesunden Abgrenzung empfahl ich ihr bis zur nächsten
Sitzung, ganz bewusst jede Tür hinter sich zu schließen.
Nach weiteren sechs Wochen berichtet sie, dass ihre Abgrenzung besser ist. „Ich kann gut nein sagen
wenn ich nein meine.“ Während der Einnahme der Essenzen traten starke Reaktionen auf. Ihre Haut
war rot, entzunden und gespannt.
3.Testung Juli
Die neue Testung zeigte allerdings eine durchwegs positive Veränderung der nachgetesteten Werte. Neu
dazugekommen und deutlich sichtbar zeigt sich ein Mangel an emotionalem und mentalem Raum, aber auch ein Unvermögen,
einen vorhandenen Freiraum zu füllen. Sehr stark zeigen sich jetzt auch die neg. Emotionen. Damit hebt
sich die Thematik bereits aus dem Körperlichen ins Emotionale. Wie auch schon bei der letzten Testung
wurde Johanna während der Einnahmedauer von ständigem Juckreiz geplagt und kratzte sich sehr viel.
Die Vermutung liegt nahe, dass die in der Juni- und Juli- Testung balancierten Allergieraten diese heftige
Reaktion ausgelöst haben.
Zur Zeit kommt sie mit eigenen Worten „kaum aus dem Bett“, weil sie keinerlei Perspektiven hat
für den kommenden Tag. Die Frage nach Zielen im Leben tritt in den Vordergrund. Aber auch eine Lebensperspektive
fehlt völlig. Ärger taucht auf über längst vergangene Ungerechtigkeiten.
4. Testung September
Die Neutestung zeigt eine weitere deutliche Verlagerung vom Körperlichen ins Emotionale. Die negativen
Emotionen werden stärker. Durch den Ärger reiben sich die sozialen Grenzen (in dem Fall innerlich)
der mittleren
Aura auf und
die Belastung für die Nerven wächst. Neu hinzugekommen ist eine Imbalance im Blasenmeridian, dem
das Thema "Selbstbestimmung" zugeordnet ist. Weiters zeigt sich ein geistiger, aber stark ins materielle
hineinwirkender Einfluss auf das Nervensystem durch das Sternzeichen Krebs. Bei unserem nächsten Termin
im Oktober berichtet Johanna dass die Haut seit September konstant gut ist. „Emotional geht es mir total
Scheiße“ (Johanna benutzt insgesamt eine sehr starke Fäkalsprache). Es tauchen vermehrt Selbstmordgedanken
auf und das Gefühl von Sinnlosigkeit im Leben. Der Glaubenssatz taucht auf: „Ich darf keinen Spaß
haben“. Im Beratungsgespräch äußert Johanna den Bedarf, eine sinnvolle Freizeitgestaltung
und eine positive Lebenseinstellung zu finden. Neu ist, dass sie im Moment keinen Alkohol und auch keine Drogen
mag.
5. Testung Oktober
Die darauf folgende Testung zeigt, dass sich die meisten Einflüsse im energetisch dichten Bereich gebessert
haben. Die vormals allgemeinen negativen Emotionen der Vortestungen zeigen sich nun konkret.
Da Johanna im schamanischen Reisen ausgebildet ist, gebe ich ihr als Aufgabe für Zuhause die Anregung
eine Reise zum Wesen des "Keinen-Spass-haben-dürfens". Diese Reise war Basis eines schamanischen
Lösungsrituals, das wir gemeinsam im November durchführten. Einige Wochen später berichtet
sie „Ich komme mir spontaner vor, weniger denkend, mehr tuend. Das Leben ist leichter.“
Ab dem Zeitpunkt war die Haut bis auf einen, für Johanna akzeptablen Rest, konstant gut und ist es jetzt
nach zwei Jahren immer noch.
Zusammenfassung Johanna:
Zusammenfassend lässt sich über die Testungsserie von Johanna sagen, dass mit dem Abklingen der
körperlichen Symptome die psychischen in den Vordergrund getreten sind. Hinter dem Kratzen kam Sinnlosigkeit
und Lebensunlust zum Vorschein, die aus der Ahnenlinie stammen.
Hier beendeten wir die Testungen von Johanna wegen der Neurodermitis, da das bestmöglich erzielbare Ergebnis
erreicht war. Der verbliebene Rest ist, wie sich in weiterer Folge noch zeigen wird, transpersonaler Natur
und nicht mehr über Einzeltestungen erreichbar. Weiters erfordert er eine Umstellung der Lebensführung,
zu der Johanna noch nicht bereit ist. Wir vereinbarten eine Weiterbegleitung zu den Themen, die im Zuge der
Testungen heraufgekommen sind.
Peter und Samuel
Die Veränderungen, die Johanna bei der Neurodermitis hatte, machten ihre Schwester neugierig, deren Kinder
ebenfalls unter Hautproblemen litten. Mitte September vereinbarten wir einen Termin. Der kleine Peter war
zu dem Zeitpunkt drei Jahre alt, Samuel drei Monate.
Vorgeschichte von Peter
Im Alter von einem Jahr hatte er zweimal hintereinander Kehlkopfentzündung. Im Februar, nachdem er den
ersten Kakao getrunken hatte, bekam er einen Nesselausschlag und nachdem er mit dem Chlorwasser im Schwimmbad
in Berührung gekommen war bekam er rote Flecken auf der Haut. Peter hat auch rauhe Haut im Kopf- und
Brustbereich.
Die 1. Testung von Peter im September
ergab ein sehr ähnliches Bild wie schon bei Johanna. Eine Überstimulation von
astralen
Einflüssen zeigt sich in sehr niedrigen Potenzen in einem durchaus körperrelevanten Bereich des
Feinstofflichen. Auch ein dynamischer Einfluss durch das Feuer- Element. Weiters ein körperlich und /
oder zeitlich naher
Schock,
der den Schutzmantel der Aura beeinträchtigt und eine energetisch latente Neigung zu Allergie.
Markant in dieser Testung auch eine deutliche energetische Störung im Ektoderm, dem äußeren
Keimblatt des Embryonalstadiums. Aus diesem Keimblatt entstehen in weiterer Folge u.a. das Nerven- und Sinnessystem.
Diese energetische Störung im Ektoderm war auch schon bei Johanna sichtbar und tauchte in weiterer folge
auch bei Samuel und bei dem Rest der Familie immer wieder deutlich als Belastung auf.
Psychisch war auch noch ein Mangel an emotionaler Befriedigung da, der durch die Geburt des Bruders bedingt
sein mag.
Vorgeschichte von Samuel
Mitte Juni geboren, begannen im August die ersten Hautveränderungen. Er bekam trockene Haut, am Hintern
gerötet. Die Haut spannte, schuppte ab, nässte am Hals und hinter den Ohren. Vermutlicher Auslöser
dafür war übermäßiges Vitaminsaft - trinken der Mutter, danach bekam Samuel noch Mittelohrentzündung.
Das Anliegen der Mutter war, die Hautprobleme zu lösen.
Die 1. Testung von Samuel im September
zeigen deutlich die Problembereiche, die aber erst im energetischen „Hereinkommen“ begriffen sind.
Wie auch bei Peter ist die
Rate
"Allergie" energetisch latent. Probleme im Milz-Pankreas Meridian haben wohl mit der Ernährung
der Mutter zu tun.
Sechs Wochen später berichtet die Mutter, dass Samuel drei Tage nach der Testung starke Erstreaktionen
hatte, dann trat Besserung ein. Peter ist psychisch ausgeglichener, zeigt weniger Eifersucht auf den Bruder
und ist lebhafter geworden. Er hat auch mehr Spaß an der Bewegung als vorher. Die rauhe Haut ist mehr
geworden. Sie bedeckt jetzt den Rumpf bis zum Bauch, vorne und hinten. Auch hat er seit drei Wochen einen
Schnupfen, den er nicht anbringt. Sie bittet mich, das in der Neutestung zu berücksichtigen.
2.Testung von Peter im November
Die Nachtestung zeigt mit Ausnahme des Psora- Miasmas, das sich weiter verdichtet hat, eine durchgängige
Verbesserung der Werte. Für die „Schnupfen“- Thematik wählte ich die von mir entwickelten
TCM Raten. Hier zeigt sich
ein akuter Mangel von Abwehrenergie (Wei-Qi), die von der Lunge zur Verfügung gestellt wird. Trockenheit
ist ein Einfluss, der den Organen Lunge und Dickdarm besonders zusetzt und sowohl die Meridiane als auch die
Organe in Mitleidenschaft gezogen hat. Der Akupunkturpunkt LU 4, der sich am Oberarm befindet, wandelt u.a.
Schleim nicht im erforderlichen Maß um. Aus der Sicht der
TCM
steht die Lunge in engem Zusammenhang mit der Haut. Es sieht aus, als wären bei Peter die Hautprobleme
nicht so stark von Reizüberflutung ausgelöst wie bei Johanna und Samuel, sondern mehr durch eine
Störung im Bereich Lunge / Dickdarm. (Peter hat übrigens auch später keine Anzeichen von Neurodermitis
entwickelt) Ganz anders die
2.Testung von Samuel im November.
Hier zeigt sich die weitere Verdichtung des Psora- Miasmas und das „Hereinkommen“ der Neurodermitis
massiv. Es ist als würde die Krankheit mit dem Kind jetzt erst richtig inkarnieren. Besonders fällt
die Störung im Ektoderm auf, die diesmal gleich vier Mal vertreten ist. Diese, im Keimblatt bereits angelegte
und bei allen drei getesteten Familienmitgliedern deutlich auftretende Störung, führte in weiterer
Folge dazu, die Kinder und Johanna nicht mehr einzeln zu testen, sondern das übergeordnete Wesen der
Familie, das offenbar den Kernpunkt des Problems darstellte.
Familienwesen
Schamanisch betrachtet wird jede Gruppe von einer Wesenheit (dem Gruppenwesen) organisiert. Die Mitglieder
einer Gruppe / Familie müssen resonanzfähig zu diesem Wesen sein, um dieser Gruppe angehören
zu können.
Erkrankt nun dieses Wesen, zeigt sich das Problem bei denjenigen Familienmitgliedern, die als materielle Strukturelemente
des Familienwesens die größte Resonanzfähigkeit zu der Krankheit haben und / oder das schwächste
Glied in der Kette sind.
In diesem Fall handelt es sich bei genauer Betrachtung um eine sehr massive Erkrankung dieses Wesens. Die
Nachfrage ergab, dass mehrere Familienmitglieder unter Depressionen mit zum Teil lebenslänglicher medikamentöser
Behandlung litten. Die Mutter der Kinder ist sehr pessimistisch und übervorsichtig.
Vereinfachend lässt sich sagen, dass alle Familienmitglieder entweder unter Depressionen, nervlichen
Belastungen oder Hautproblemen leiden.
Samuel: Zustand Mitte Jänner 2003
Seit 6 Tagen bekommt er feste Nahrung (Karotten und Kartoffel), soweit keine Reaktion der Haut.
Neu befallene Hautgebiete sind der gesamte Bauch, beide Beine, vereinzelter Beginn der Arme. Die Arm- und
Kniebeugen sind derzeit ohne Ausschlag, im Gesicht eher akute rote Stellen. Ansonsten kein Schub, nur trockene
Haut und leichte rote Stellen. Letzter Schub um Weihnachten. Mutter: "Mein Empfinden ist, dass sich
die Neurodermitis ausbreitet (neue Körperstellen kommen hinzu) aber die Schübe bzw. der Abstand
der Schübe verlängert sich."
Derzeit Schnupfen mit Brodeln der Bronchien. Mutter: „hoffentlich wird es nicht wieder eine Bronchitis
wie letztes Mal,…“. Kopfschorf jetzt wieder sehr dicht und auch größer als vorher.
Peter: Zustand Mitte Jänner 2003
Nichts Besonderes, Haut gleichbleibend. Anfang Februar hatte er eine kleine Operation am Daumen. Das Endglied
lässt sich aufgrund einer verdickten Sehnenscheide nicht mehr strecken. Das Band wurde operativ durchtrennt.
Laut Auskunft des Arztes ist das anlagebedingt. Interessant ist in dem Zusammenhang zu bemerken, dass dieses
Problem im Verlauf des Lungenmeridians liegt.
Familientestungen
Als Beweis für die
Testungen dient ein Familienfoto mit Großeltern, Johanna, den Eltern von Peter und Samuel und den
Kindern.
1. Familientestung Ende Jänner 2003
Das Anliegen ist: Die Ursachen der Hautprobleme finden und balancieren.
Die Testung zeigt sich sehr ähnlich den bisherigen von Johanna und den Kindern. Besonders markant sind
die Raten, die auf negative Emotionen weisen. Johanna, die meine primäre Kontaktperson ist, bestätigt
besonders die starke Negativität in der Familie.
Feedback März Johanna
Seit der Familientestung etwas Reaktion der Haut, viele Pickel, kleine rote Flecken, nicht stark, aber merkbar.
Zorn, ungeerdet, habe wenig Zeit (Freizeitstress). Die Trägheit ist gewichen, was sie aber auf die
zwischenzeitlich gemachte schamanische Körperarbeit zurückführt.
Die 2.Testung Mitte März
zeigte leichten Rückgang der Werte vom Körperorientierten zum Geistigen hin.
Feedback April von Johanna
Samuel geht’s seit Weihnachten laufend besser. Bauch und Beine sind gut, Gesicht, Kopf und Hals sind
noch befallen. Hin und wieder tauchen noch kurz kleinere Stellen am Körper auf.
Peter ist recht munter, ein Lausbub, seit Frühling hat er einen Wachstumsschub.
Die Urgroßmutter kommt ins Spital. Der Vater der Kinder (er wird von Johanna als „unverbesserlicher“
Optimist bezeichnet) bekommt verstärkt Eiterbeulen an den Oberschenkeln. Der Großvater wirkt
etwas munterer (er nimmt seit 10 Jahren öfters Tabletten wegen Depressionen).
Feedback Mai
Johanna macht konkrete Zukunftspläne. Ende April Uroma gestorben. Danach Leere und mehr Alkoholkonsum.
Samuel: Kopfschorf stagniert, allgemein eher gleich bleibend. Neurodermitis am Hals und Gesicht, manchmal
kleinere Stellen in den Armbeugen. Er kratzt, was er vorher nicht getan hat, besonders am Hals.
Feedback Anfang Juli
Johanna: depressive Phase, viel Drogen- und Alkoholkonsum.
Papa geht’s gut, Schwester wird stabiler, den Kleinen geht’s auch gut mit der Haut.
3. Testung Juli
Anliegen erweitert um Lösen negativer Emotionen in der Familie.
Die Nachtestung ergibt durchgehend Verbesserung der Raten. Neu ist die Emotion "Schuld" im Familienwesen,
die in einem lange zurückliegenden Bereich abgekapselt in der Testung auftaucht. Meine Vermutung war,
dass es sich um ein Tabuthema in der Familie handelt. Um dieses zu öffnen, fügte ich der Testung
weitere Essenzen bei. Mit meiner Frage nach einem solchen Thema konnte Johanna zunächst nichts anfangen.
Feedback August
Eine Verwandte, die lange Jahre im Ausland lebte und „totgeschwiegen“ wurde, trat unmittelbar
nach der letzten Testung in brieflichen Kontakt mit der Familie. Die Tante, zu der Johanna seit ihrer Kindheit
eine emotionale Beziehung hat, war der Sündenbock der Familie. „Jetzt schimpfen wieder alle über
sie“. Johanna versucht zu vermitteln und zu beruhigen, was ihr nur teilweise gelingt.
Johanna: seit Wochen kein Alkohol, kein Haschisch, fast keine Zigaretten.
Feedback Oktober Johanna
Das Verhältnis Johanna mit meiner Mutter wird besser. Mutter geht’s nervlich besser, sie wirkt
zufrieden. Vater hat massive Kreuzprobleme, Tante ist präsent geworden (Briefe) Kindern geht’s
gut mit der Haut, (Johanna) Hautprobleme (Schulterblätter, Hals) bei zu wenig Abgrenzung kratze ich,
sonst gut bis auf ein paar Pickel im Gesicht.
Tante (war die jüngste von 4 Schwestern, wurde verwöhnt und bevorzugt / Schwester der Mutter)
hat sich vor ca. 10 Jahren mit den Schwestern zerkracht wegen Forderungen
4.Testung Oktober
Die Schuld im System, die bei der Testung im Juli noch abgekapselt und latent vorhanden war, ist nun aktualisiert
und bewusst, was sich auch in der Testung wieder zeigt. Die Reaktion des Familienwesens, mit dieser Schuld
wieder konfrontiert zu werden, bekamen die schwächsten Glieder / die Kinder zu spüren. Sie hatten
beide unmittelbar nach der Testung zwei Wochen lang Nesselausschlag.
Feedback Jänner von Johanna
Haut: den Kindern geht’s konstant gut. Samuel hat einen kleinen Ring um den Hals, der schuppig ist
und rot, aber nicht juckt, Peter hat seit einigen Tagen Jucken in der Kniekehle, aber keine sichtbare Hautveränderung.
Johanna fast keine Probleme, wenn dann nur Oberkörper und Kopf.
Psychisch: Kinder sind ausgeglichen, Schwester und Mann geht’s auch gut.
Johanna: massiv gekifft in den letzten Wochen. Mag sich selber nicht.
5. Testung Jänner 2004
Neues Anliegen: Ursachen der Hautprobleme finden und balancieren. Weiterentwicklung zu einem liebevolleren
und respektvolleren Umgang in der Familie.
Johanna bat um die Erweiterung, da ihr aufgefallen war, dass sehr zynisch miteinander und übereinander
gesprochen wird. Die Familie wurde um Einverständnis zur Änderung des Anligens gebeten und alle
waren einverstanden.
Die Werte, die Hautprobleme betreffend, sind fast ausgeglichen. Das Halschakra zeigt eine Überfunktion
an, die auf eine harte, machtbetonte Kommunikation deutet. Auch hat die Wesenheit der Familie ein Problem
mit dem Thema Schroffheit, das sich immer wieder in der Kommunikation untereinander zeigt.
Feedback April
Die Kinder haben keine Hautbeschwerden mehr, Johanna viel Pickel im Gesicht (isst viel Schokolade und trinkt
kaum Flüssigkeit), es klärt sich viel in der Familie, der Kontakt zwischen Johanna und der Familie,
besonders zur Mutter, wird liebevoller. Keine Spötteleien untereinander, kein „Aufgeilen“
an anderer Leute Schaden.
Ein für Johanna akzeptabler Rest an Hautproblem ist noch verblieben. Dieser steht jedoch in unmittelbarem
Zusammenhang mit der Lebensführung (Ernährung, Alkohol und Drogen). Wir haben eine vorläufige
Beendigung der Familientestung beschlossen und werden sehen, ob das Wesen den erreichten Entwicklungsstand
halten kann.
Zusammenfassung:
Die Neurodermitisbeschwerden von Johanna besserten sich zu dem Zeitpunkt, als das Familienwesen Zuwachs
bekam. Samuel hatte offensichtlich mehr Resonanzfähigkeit zu dem Problem als Johanna oder sein älterer
Bruder. Vom Systemischen betrachtet interessant ist in dem Zusammenhang auch, dass lt. Psyrembel Neurodermitis
sich oft um das dreißigste Lebensjahr „von selber“ bessert. In wie vielen Fällen
möglicherweise deshalb, weil dann die nächste Generation in der Familie das Problem für die
Gruppe übernimmt?
Hinter dem Abklingen der körperlichen Symptome kamen bei Johanna die psychischen Familienthemen zum
Vorschein.
Die Kinder reagierten auf die Einzeltestungen mit etwas Besserung, eine echte Veränderung stellte sich
aber erst mit der Familientestung ein.Der erste Winter brachte starke Beschwerden bei Samuel, im zweiten
Winter hatten beide Kinder fast keinerlei Beschwerden. (Lt. Psyrembel ist der Winter und Frühling die
kritische Zeit)
Beim Familienwesen zeigte die erste Testung den Ist-Zustand, der sich langsam veränderte. Ein wesentlicher
Punkt in der Gesundung des Wesens war die „Erlösung“ der Tante, auf die das Familienwesen
anfangs heftig reagierte (Nesselausschlag der Kinder).
Vorläufiges Ende war im April, als die Hautprobleme weitgehend gelöst waren, und der Umgang in
der Familie verbessert. Im August 2004 begann Samuel, wieder leichte Hautprobleme zu zeigen, die aber nach
einer Familientestung wieder verschwanden und die Kinder ohne Probleme über diesen Winter kamen.
Nachtrag, September 2006: der gute Zustand der Haut von Johanna und den Kindern hat sich weiterhin gut erhalten.
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