Der Flug des Phönix 3
 
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Der Flug des Phoenix 3

.... und er fliegt weiter!

von Sonja

Die Arbeit mit dem Krafttier ist selbstverständlich nicht auf die Dauer des Kurses beschränkt. Sonja berichtet hier, wie sich der Kontakt mit ihrem Feuervogel weiter intensiviert und ihr Leben bereichert.

Bild 5:
„Flug mit dem Phoenix“
16.09.2008
insgesamt ca. 12 Stunden
Filz- und Farbstifte 21 X 29,50

16.09.2008
Reise zum Feuervogel

Ich reise zu ihm um einen Rat zu erbitten, weil meine Energie, die ich seit der Mesa bis vor ca. 6 Wochen hatte nachzulassen begann und ich wieder krankheitsanfällig bin. Ich erhielt ein Rezept für ein Kräuteröl, dass meine Abwehrkraft stärkt, aber das wirklich große Geschenk war, dass ICH ALS PHOENIX mit ihm fliegen durfte. Der Flug war sehr heilsam und kraftspendend.

Das Tor ist eine wild wuchernde, blühende Hecke. Ich komme relativ leicht durch und stehe sofort in einer tropischen Landschaft. Dann merke ich, dass ich auf einem Felsen stehe und den ganzen Regenwald? überblicken kann. Es ist wie im Paradies.

Kaum dass ich gesagt habe: „Ich suche nach meinem Feuervogel, ist er auch schon da und begrüßt mich mit den Worten „Bin da! Bin da!" Er scheint sich auch zu freuen, mich zu sehen.

Der Feuervogel spricht mit mir in einer mir unbekannten Sprache und nach einer Weile merke ich, dass ich ihn verstehen kann. Er sagt, dass er ein Geschenk für mich hat, ich solle die Arme aufhalten. Als ich die Arme aufhalte, um das Geschenk zu fangen, merke ich, dass ich den Halt verliere, abzustürzen drohe. In meiner Verzweiflung sehe ich meinen Beschützer an, sein Brustkorb wird durchscheinend und ich sehe sein Herz. Dies sagt mir, dass ich vertrauen kann. Ich lasse mich fallen, schüttle dabei alle unliebsamen Energien ab und beginne auf einmal zu fliegen – bin auch zu einem Feuervogel geworden.
Es ist ein tolles Gefühl gemeinsam zu fliegen, aber ich weiß, dass dieser Flug nur eine Leihgabe ist. Vielleicht der Vorgeschmack auf die Belohnung eines lang angestrebten Ziels (einer Suche, einer Entwicklung). Zu meinem Geschenk erklärt mir mein Phoenix, es handle sich um ein Schutzöl.

Aufgabe: Ich muss meinen gesamten Körper mit Öl einreiben und dabei ganz genau spüren, wo an meinem Körper Schwachstellen sind, und erspüren, ob ich mich auch genug liebe. (Mir sind die Anderen oft wichtiger als ich). AUCH ICH BIN NICHT UNVERWUNDBAR!
Aus Dankbarkeit male ich ein Bild der Reise.


Bild 6:
„Feuervogelschutz“
19.9.2008 – 21.9.2008
insgesamt ca. 20 Stunden
Filzstifte und Acrylfarben 21 X 29,50

19.9.2008

Dieses Bild male ich nach einer Reihe von Träumen, in denen mir immer wieder der mich beschützende Phoenix erscheint. Nachdem das Bild gemalt ist, weiß ich auch welche Botschaft dahinter steckt. Die Person auf dem Bild sollte ein Selbstportrait werden, dazu habe ich mir extra ein aktuelles Foto von mir gesucht. Schon während der Zeichnerei ist mir aufgefallen, wie wenig mir diese Person ähnlich sieht und wie bekannt sie mir trotzdem ist. Ich habe dann in einem Fotoalbum gestöbert und festfestellt, dass ich mit ca. 17 Jahren so ausgesehen habe. Schützt mich der Feuervogel schon so lange? Hat er meine Kräfte mobilisiert, als es zu dem sexuellen Übergriff kam?

 

Silvester 2008
Resümee nach eineinhalb Jahren:


Aggressionen sind derzeit kein Thema mehr für mich. Meine Bedürfnisse nehme ich so wichtig das ich sie auch vertreten kann
– auch wenn’s dann mal nicht so harmonisch ist. Selbstmitleid kenne ich momentan gar nicht und in der Zwischenzeit muss auch nicht mehr alles so perfekt sein. Inzwischen nehme ich mir auch die Zeit anstelle von 5 Stunden, 7 Stunden täglich zu schlafen. Bewegung mache ich mindestens 45 Minuten täglich in der Mittagspause an den Wochenenden auch mehr. Beim Essen habe ich es zu einer regelmäßigkeit geschafft, bei der Menge und der Art der Nahrung gibt es noch Ausrutscher ich bleibe aber dran. Mein Kaffeekonsum ist von 8 Tassen auf 3 Tassen täglich reduziert und an manchen Tagen mag ich auch gar keinen. Das rauchen habe ich wochentags auf 5 Stück Zigaretten reduziert, in meiner Freizeit und wenns richtig gemütlich wird kämpfe ich noch. Nein sagen geht super, seit ich eine Form gefunden habe, wie ich nein sage ohne andere zu verletzen oder vor den Kopf zu stossen (da bin ich am Anfang von einem Extrem ins andere gefallen - typisch). Weniger arbeiten, ist mir vor dem Weihnachtsgeschäft schon supergut gelungen - aber das hängt ja nicht ganz alleine von mir ab - und ich werde es auch im neuen Jahr wieder so halten, weil ich dadurch einfach eine wesenlich bessere Lebensqualität bekommen habe.

Seit September 2007 besteht nun unsere – mir - bewusste Verbindung mit meinem Feuervogel und in vielen Reisen war er mir Beistand, wenn es schwierig oder unangenehm wurde. Ich wünsche mir, dass wir auch weiterhin gemeinsam unsere Kreise ziehen, denn der Aufarbeitungs- und Lernprozess ist wohl ein lebenslanger.



Mein ganzer
Dank gilt meinem Feuervogel.
Flieg wohl, Phoenix!

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