Der Flug des Phönix 1
 
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Der Flug des Phoenix 1

Erfahrungsbericht über die heilsame Begegnung mit dem Krafttier

von Sonja

Der folgende Erfahrungsbericht von Sonja zeigt was möglich ist wenn die Bereitschaft gegeben ist sich auf etwas neues einzulassen und der Zeitpunkt reif dafür ist. Der Kursverlauf in dieser, hier beschriebenen, hohen Intensität ist allerdings nicht typisch für alle Teilnehmenden....

Vorgeschichte:
In der Vergangenheit habe ich immer wieder Zeiten erlebt in denen ich mich körperlich und seelisch komplett ausgebrannt gefühlt habe. Nach der Lektüre eines Buches von Sandra Ingerman und einem Seminar bei Carlo Zumstein beschloss ich in Zukunft meine Probleme mit schamanischen Reisen zu bearbeiten die mich sehr angesprochen haben.
Von meiner Freundin bekam ich einen Gutschein für die Teilnahme am Walpurgis-Ritual bei Kaletao geschenkt und so lernte ich ihre Art zu arbeiten kennen, die mir gefiel. Damit war klar dass ich bei ihr das schamanische Reisen lernen wollte.

22.09.2007
Beginn Basiskurs schamanisches Trance-Reisen

9.11.2007
Reise zum Schamanenbaum
Der Feuervogel taucht zum ersten Mal in einer Reise auf. Er steigt aus einem Nest auf, das ich auf Bitten einer Schlange in meinem Schamanenbaum gebaut habe. Zu diesem Zeitpunkt habe ich noch keine Ahnung welche Bedeutung diese Begegnung für mich hat.

17.12.2007
1. Reise zum verletzten inneren Kind
Mit der Bitte zu erfahren welche Verletzungen aus meiner Kindheit mir jetzt noch Probleme bereiten bekam ich das Thema "Verlustangst" und die Angst Verlassen zu werden, präsentiert.

In der Reise bekam ich vier Geschichten dazu gezeigt:
Geschichte 1: mein Vater einen schweren Unfall hatte als ich vier Jahre alt war. Damals hatte ich grosse Angst, dass ich ihn verliere.
Geschichte 2: Ich bin ca. drei Jahre, ich wache auf, fühle mich allein, habe Angst, schreie nach meiner Mutter - niemand kommt.
Geschichte 3: Ich bin sechs Jahre, meine Eltern waren ohne mich in Urlaub, ich war in der Obhut meiner Urgroßmutter und eine doofe Tante erzählte mir täglich, im Urlaubsgebiet meiner Eltern sind Erdbeben und es ist dort sehr gefährlich, ich muß Angst haben, weil sie bestimmt nicht mehr zurück kommen werden. Vor lauter Angst habe ich täglich erbrochen und Magenschmerzen bekommen - dies ist bis heute auch so geblieben, wenn ich ängstlich bin, bekomme ich Magenweh.
Geschichte 4: An mein damaliges Alter erinnere ich mich nicht mehr - ich konnte jedoch noch nicht lesen. War mit meiner Großmutter in der Stadt. Ich will ihr was erzähle, als ich merke - ich bin allein, weit und breit keine Spur von ihr. Panik - Angst! Später erklärt mir meine Großmutter lachend, sie hätte mich ja nur auf die Probe gestellt - wollte wissen wie ich reagiere.
Dieses Thema konnte ich vorerst nur mal anschauen und noch nicht in nur einer Reise bearbeiten. Diese Reise war sehr aufwühlend – doch fühlte ich mich begleitet – ich wusste nur nicht von wem.

Bild 1:
„Ich lerne den Feuervogel kennen“
6.1.2008 - 11.1.2008
insgesamt ca. 24 Stunden
Farbstifte und Aquarellfarben 32 X 42

3.1.2008
2. Reise zum verletzten inneren Kind
Als ich diese Reise begonnen habe, war der Feurvogel da und hat mir Mut zugesprochen. Es geht wieder um Verlust- und Verlassensangst. Es war sehr aufwühlend, weil ich mich in der Reise fühle wie damals, weil ich spüre, wie mich diese Erlebnisse im heutigen Leben immer noch begleiten und belasten. Welchen Groll ich immer noch hege, weil mir die oben genannten Situationen zugemutet wurden. In dieser Reise hatte ich jedoch den Mut, die ersten drei der Geschichten zu verändern, weil sie nicht aus Bösartigkeit entstanden sind. Die positive Wendung habe ich dann in einer Zeichnung festgehalten (für mich eine gute Art der Aufarbeitung). Geschichte 4 (und in dieser Art - in Zusammenhang mit meiner Großmutter - gibt es viele) habe ich mir für die Schattenarbeit ein Ritual im Verlauf des Heilreise-Kurses aufgehoben, denn dieses Thema war für mich - da aus Bosheit geschehen - extrem schmerzlich und verletzend.

In den folgenden Tagen hatte ich den Feuervogel als laufend auftauchendes, klares Bild im Kopf. Er kam auch noch als Märchenfigur „Yldat“ in „Die verlassenen Geschichte“ von Andres Ibanez, und als Simurgh mit dem Buch „Die Vogelgespräche“ von Faridaddin ´Attar zu mir. Das erste Bild meines Feuervogels entstand aus dem Bedürfnis ihn näher kennen zu lernen. Wer war mein Mutmacher?

Teilweise war dieses Arbeiten sehr meditativ und wohltuend. An manchen Tagen war ich von einer Hitze erfüllt, die schon sehr extrem, jedoch auch sehr angenehm (nährend) war. Es war ein behutsames sich annähern. Das Malen hat mich sehr zufrieden gemacht und ich hatte auch genug Geduld und Ausdauer um diese Bild zu vollenden. Ich war sehr stolz auf mich (Geduld und Ausdauer sind sonst nicht so ausgeprägt bei mir).


Bild 2:
„Spüre die Anmut des Vogels“
19.1.2008 – 26.1.2008
insgesamt ca. 30 Stunden
Pastell-Ölkreide und Farbstifte 32 X 42

Von da an begleitet er mich und ist Krafttier, Ratgeber, Beschützer, Beistand und Förderer.

Als Benu der Ägyptischen Mythologie war er mir vage bekannt, das der Phoenix in der keltischen Geschichte in einer Weide (meinem Lebensbaum des Baumhoroskops) lebt war ein Zeichen für mich, standen
doch bei mir einige Veränderungen in meinem Leben an, die völlige Loslösung althergebrachter Glaubenssätze erforderten (sterben) um sozusagen neu geboren zu werden, um in mein neues Leben zu treten. Wie schmerzhaft dieses Verbrennen des Alten werden würde, war mir zum damaligen Zeitpunkt überhaupt noch nicht bewusst.

 

Der Wunsch ein weiteres Bild zu malen ist entstanden, weil mich die Anmut und innere Ruhe des Vogels fasziniert hat, seine Buntheit und seine Freude am Leben, seine Kraft, sein fortwährendes Auferstehen. Das zweite Bild war eine sehr schöne Arbeit.

Bild 3:
„Aufschrei meiner Seele – Feuertod des Phoenix“
26.1.2008 – 2.2.2008
insgesamt ca. 42 Stunden
Pastell-Ölkreide und Farbstifte 32 X 42

Als ich Bild 3 malte war ich bereits so starkt mit ihm verbunden, dass ich Mut fasste, einen Teil meines alten Lebens hinter mir zu lassen.
Das malen war eine grausige, schmerzvolle Erfahrung. Ich war unschlüssig, was die Farbe des verbrannten Vogels betrifft, (sollte grau sein – Asche) wollte aber nicht „grau“ verwenden und habe dann „silber“ genommen (Vogel – Gerippe).

Zittern, Schweißausbrüche, Übelkeit, Traurigkeit, Wut und Angst waren die Symptome und Gefühle, die mich bei diesem Bild begleitet haben (mir war klar – sterben ist nicht schön, umso mehr hat mich später erstaunt, wie schmerzvoll wieder-geboren werden ist).

In die ganze triste Szenerie habe ich dann ein kleines Stück blauen Himmel gemalt – ein bisschen Zuversicht – Licht am Horizont.

Als das Bild fertig war, hat mich schockiert, wie viel Schmerz aus diesem Bild spricht. Die Arbeit daran war voll von Schmerz und der Bewältigung alter Verletzungen.
Nach dem ersten Entsetzen ist mir klar, dass dem Schmerzensbild ein positives Bild (Auferstehung / neue Geburt) folgen wird.


Resümee zum TR-Kurs:

Mit diesem Kurs hat sich mein gesamtes Leben auf den Kopf gestellt. Ein neues Erwachen. Es war ein großes Erlebnis - die spannendste Erfahrung und größte Herausforderung seit vielen Jahren. Ereignisreich und wunderschön, aber auch schmerzlich und beängstigend.
Mit der Erfahrung in andere Welten reisen zu können, habe ich ein tolles Instrument bekommen meine Probleme anzuschauen und lösen zu können. Mit der Hilfe von Kaletao und den gleich gesinnten Kursteilnehmern konnte ich lernen, Problemen den richtigen Platz und Stellenwert zu geben und sie nicht mehr zu ignorieren, neue Ideen zu bekommen und mich auszutauschen. Mittels Ritualen (teils aus dem Kurs, teils aus Aufgabenstellungen von diversen Reisen) wurden Situationen, Probleme leichter verständlich oder würdig abgeschlossen.
Sehr hilfreich war die Kontaktaufnahme zu meinen Krafttieren. Einen besonders intensiven Kontakt pflege ich mit meinem Feuervogel. Mit seiner Hilfe konnte ich Altlasten aus meiner Kindheit und Jugend aufarbeiten, die bis in die Gegenwart gewirkt haben. Meine lange brachliegende Kreativität wurde wieder erweckt.

Was sich während dem Kurs und dadurch verändert hat:

Ich habe (wieder) gelernt
- mir selbst wieder näher zu sein und mich zu spüren
- besser zuzuhören
- zu vertrauen
- mich einlassen zu können
- loslassen zu können
- mich mit meinen Problemen, Stärken und Schwächen auseinander zu setzen
- eingefahrene Muster zu erkennen und entgegen zu wirken
- Glaubenssätze und Regeln zu überdenken, und für mich passend, neu zu definieren
- mir auch einen anderen Blickwinkel zu erlauben
- mich selber mehr zu lieben
- mehr Verständnis für Andere zu haben
- anders wahrzunehmen
- anders zu empfinden
- lösungsorientiert zu sein
- mutig und selbstbewusst zu sein
- wie viel Klarheit mir die bildliche Darstellung meiner Probleme bringt
- neue Fähigkeiten zu entwickeln – modellieren, Gefühle zu tanzen und zu singen
- eine Choreografie für einen eigenen Tanz zu machen
- meine Sinne mehr zu entwickeln

Durch den Trance-Reise-Kurs ist mein Dasein sehr bereichert worden. Mein Leben ist im zwischenmenschlichen Bereich viel einfacher geworden. Probleme habe ich in diversen Bereichen immer noch, doch mit dem erlernten, erfühlten und erfahrenen Wissen kann ich jetzt anders damit umgehen. Ich freute mich schon so auf den Heil-Reise-Kurs, um dort meine erworbenen Fähigkeiten auszuprobieren, auszubauen und zu festigen.


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