Geburtsmantras - Schamanismus Praxis
 
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Mantras bei Schwangerschaft und Geburt  


Was sind Mantras?

Mantras sind Lautfolgen / Worte, die, wenn sie eröffnet sind, den Zugang in die Welt einer archetypischen Qualität öffnen. Mit den Begriffen der Computerwelt könnte man Mantras auch als hochkomprimierte Dateien bezeichnen.
Durch ständiges Wiederholen eines Mantras kann sich dessen Kraft entfalten (oder auch nicht, sonst wären all die tausenden Om-mani-padme-hum-Dahinleierer schon längst erleuchtet). Es kann seine Kraft entfalten die es eingefaltet in sich trägt, und wenn diese wirklich verinnerlicht ist, genügt ein Wort und die Kraft kann sich in uns entfalten.


Herkunft
Die Mantras, die von den Frauen zur Unterstützung aufgerufen wurden, stammen aus dem Bereich des Sufismus (der mystischen Tradition des Islam).
Es ist nicht erforderlich, dem jeweiligen Kulturkreis anzugehören oder der Konfession, aus der das Mantra stammt, beizutreten. Eine Haltung der Offenheit, des Respekts und der Achtung für andere Kulturen und Traditionen ist aber unerlässlich, um mit deren kulturellen Erbe in Kontakt zu treten.

Die Mantras zum Einleiten der Geburt werde ich in den folgenden Berichten nicht ausschreiben mit Rücksicht auf Schwangere, die diesen Bericht lesen. Meinen Klientinnen gebe ich diese Mantras in einem verschlossenen Kuvert mit. Die Rezitation soll erst in der Klinik oder in Anwesenheit der Hebamme beginnen.




Erfahrungsberichte
bei Schwangerschaft und Geburt

 


Geburtsbegleitung Gudrun
Mantra:zum Fördern des Geburtsvorgangs
Alter der Mutter bei der Geburt: 35 Jahre
Anliegen: Geburtsunterstützung.
1. Kind weibl. Geb. Datum:  4. Sept. 2005  8.04h           3.23 Kg    49 cm
Schwangerschaft Dauer: 2 Tage vor dem Termin
Dauer der Geburt: 7 Stunden

Umstände Geburt:
Wehenbeginn um 1 Uhr nachts und zwar gleich 5-Minuten-Wehen, weshalb wir sofort ins Krankenhaus gefahren sind. Da war der Muttermund bereits 4 cm offen. Die restlichen 6 cm gingen leider nicht so schnell. 2 ½ Stunden Badewanne, dann Wechsel ins Kreiszimmer. Blasensprung ½ Stunde vor Geburt, dann Pressphase. Keine Dammverletzung.

Rezitation:
Die Wehen haben mich völlig überrascht (wir wollten gerade zu Bett gehen). Ich kramte schnell in der vorbereiteten Tasche nach Karinas Zettel mit dem Mantra, verinnerlichte es und begann ab diesem Moment zu rezitieren. Ich habe 7 Stunden lang rezitiert, erst in der Pressphase war ich nicht mehr fähig dazu. Ich ahnte nicht, dass frau solche Schmerzen aushalten kann und muss, aber das Mantra hat mir geholfen, mich zu konzentrieren und die Geburt samt Schmerzen zu bejahen. Auch ich habe das „Ya“ immer laut hinausgeschrien, den Namen selbst leiser vor mich hingemurmelt. Das Mantra war für mich der rote Faden durch die Geburt, an den ich mich geklammert habe, selbst wenn ich das Gefühl hatte, ich halte nicht mehr durch. Ich habe einfach weiterrezitiert, zum Teil war ich, glaube ich, in Trance.
Ob die Geburt durch das Rezitieren des Mantras schneller ging, kann ich nicht sagen. Tatsache ist, dass alles komplikationslos verlief. Die Ärztin meinte, dass es für eine Erstgebärende eine Paradegeburt war.



Geburtsbegleitung Claudia
Mantra: zum Fördern des Geburtsvorgangs
Alter zum Zeitpunkt der Geburt: 36 Jahre
Anliegen: Geburtsunterstützung
1. Kind weibl. Geb. Datum: 5.2.04 23.21h                3.17 Kg   50 cm
Schwangerschaft Dauer: 5 Tage vor der Zeit
Dauer der Geburt: 5 Stunden

Umstände Geburt:
2 Nächte vor der Geburt Wehen, die plötzlich wieder stoppten. 1 Nacht vorher starke, messerstichartige Wehen ins Kreuz alle 60 Min., die am Morgen aufhörten. Nach einem Spaziergang nach Mittag war der Muttermund 1cm offen. Die Wehen setzten wieder ein. Ich habe zu Hause getanzt zu meiner Lieblingsmusik bis abends um 18.30h. Dann kamen die Wehen alle 5 Min. 19.00h– Spital - Badewanne mit warmem Wasser und Lavendelessenz. = Eröffnungswehen waren intensiv, dazu habe ich das Mantra rezitiert. Mein Partner hat mir dabei geholfen. Das Baby kam dann schneller, als die Hebamme glaubte.

Rezitation:
"Das Mantra rezitierte ich ca. eine Stunde lang in der Badewanne bei der Eröffnungsphase und es hat super geholfen, den Muttermund zu öffnen. Das Ya immer laut mit dem Ausatmen, den Namen leise in mir."

Beschreibung der Wirkung:
"Das Ya mit dem Atmen hat geöffnet, bereit gemacht für das, was nachher kommt. Es war gut, sich auf etwas zu konzentrieren, da der Schmerz unerwartet war und heftig. Kein Buch kann dich auf das vorbereiten, was diese Wellen auslösen. Es war gut, mit dem Yaaaa eine bejahende, positive Haltung einzunehmen. So öffnete sich der Muttermund rascher, als die Hebamme gedacht hat. Antea ist ein friedliches Baby, trinkt gut an der Brust, ist sanft zu meinen Warzen und lässt uns nachts bis jetzt ziemlich gut schlafen – sie schläft in ihrem eigenen Bett, was ich ebenfalls schätze."




Geburtsbegleitung Manuela 

Mantra: zum Fördern des Geburtsvorgangs
Alter der Mutter bei der Geburt: 33 Jahre
Anliegen: Geburtsunterstützung. 1. Kind männl. Geb. Datum: 2.2.2003  13.04h         2,90 Kg  47 cm
Schwangerschaft Dauer: 8 Tage vor Termin
Dauer der Geburt: 11 Stunden

Umstände Geburt:
2h Krankenhaus (5-15 min) 10h – 11.30h Badewanne, danach war der Muttermund offen. 12h Beginn Presswehen - 12.45h Wehenspritze – Dammschnitt – 13.05h Geburt. Rezitation:
"Ab 2h. Ich hatte anfangs Schwierigkeiten, mir das Mantra zu merken, musste immer wieder am Zettel nachschaun, in der Badewanne habe ich ständig rezitiert. Ich hatte das Gefühl, das Mantra half, den Muttermund zu öffnen. Bei der Geburt habe ich es zwischenzeitlich rezitiert."

Manuela Geburt des zweiten Sohnes

Mantra: zum Fördern des Gebutsvorgangs
Alter der Mutter bei der Geburt: 34 Jahre
Anliegen Geburtsunterstützung.
2. Kind männlich. Geb. Datum: 22.11.2004              3,26 Kg   50 cm
Schwangerschaft Dauer. 3 Tage vor dem Termin
Dauer der Geburt: 2 1/2 Stunden.

Umstände Geburt:
23.30h leichtes Ziehen im Rücken, 0.30h Rezitation des Mantras mit Umkreisen des Bauches, das durch sofortige Darmentleerung seine Wirkung zeigte, Anschließend verbrachte ich eine Stunde in der Badewanne, in der ich sehr konzentriert das Mantra rezitieren konnte. Bei 15 Min. Wehenabstand Fahrt in die Klinik um 2h. Angekommen, war der Muttermund schon 8cm offen. Um 3h früh war er schon da.

Rezitation:
"Es war für mich ein klarer Unterschied zur ersten Geburt. Diesmal war ein konzentriertes Rezitieren möglich, was sich deutlich zeigte in der schnelleren Öffnungsphase. Alles war weich und elastisch und es war kein Dammschnitt erforderlich und auch kein Einriss vorhanden. Vor zwei Jahren vergaß ich das Mantra im Halbschlaf ständig beim Rezitieren und dementsprechend lange dauerte die Geburt. Ich habe den Eindruck, dass durch die konzentrierte Ausrichtung diesmal alles viel schneller und leichter gegangen ist."





Schwangerschaftsbegleitung Angelika

Mantra:   Ya Hafiz – der Bewahrer

Alter bei der 3. Geburt: 36 Jahre

Anliegen: Schwangerschaft 3. Kind - Wehen im 7. Monat beruhigen
Drei Kinder, alle problemlos normal geboren und gesund.
1. Kind weibl.  Geb. Datum:  Okt. 1995                  2,79 Kg  50 cm
2. Kind männl. Geb. Datum:  Juli  1998                  4,05 Kg  52 cm
3. Kind weibl.  Geb. Datum:  Juni 2001                  3,57 Kg  52 cm

1.Schwangerschaft Dauer: 2 Wochen früher / Steißlage
2.Schwangerschaft Dauer: 2 Wochen später
3.Schwangerschaft Dauer: auf den Tag genau

Umstände der Schwangerschaft:
Angelika hatte Probleme mit Wehen im 7. Monat.
"Wenn die Wehen gekommen sind, hab ich die Hände auf den Bauch gelegt und Ya Hafiz so lange laut rezitiert, bis die Wehen nach zumeist nach einigen Minuten wieder aufgehört haben."
Die Wehen im 7. Monat traten bei den ersten beiden Kindern auch schon auf, sie musste sich aber länger hinlegen, um sie wieder zu beruhigen.





Geburtsbegleitung Vanessa
Mantra: zum Fördern des Geburtsvorgangs
Alter der Mutter bei der Geburt: 24 Jahre
Anliegen: Geburtsunterstützung.
Befürchtung war, dass die Wehen zu schwach werden könnten, da die Mutter fast keine Wehen hatte.

1. Kind männl. Geb. Datum: Dez. 2000                4,2 Kg  53 cm
Schwangerschaft Dauer: 2 Tage über der Zeit
Dauer der Geburt: 2 Stunden
Umstände Geburt
Blasensprung um 20h, danach sehr starke Wehen. Geburt um 23h.

Rezitation:
Ab Beginn der Wehen hat Vanessa das Mantra rezitiert.
"Mit jeder Wehe hab ich ein kraftvolles "Ya" laut hinausgeschrien, den Rest hab ich still aufgerufen.
Ich hatte den Eindruck, dass es schneller gegangen ist dadurch. Die Hebamme hat gesagt, dass sie erstaunt ist, dass es so schnell da war. Die Konzentration auf das Mantra ließ mir die Zeit der Wehen kürzer vorkommen."

Nachbetreuung Vanessa
Mantra:    Ya Sabur – der Geduldige
Im Zeitraum von 3 Wochen – 3 Monate nach der Geburt hatte das Kind sehr starke Blähungen und schrie viel. "Ich bin durch das Schreien selber sehr unruhig geworden. Die Rezitation von Ya Sabur hat mir nach einer guten halben Stunde geholfen, wieder ruhig zu werden."


Die Rezitation der Mantren hatte in allen von mir beobachteten Fällen einen modulierenden Einfluss auf den Verlauf der Geburt. Wobei eine Beschleunigung des Geburtsverlaufs aber nur im Maß der vorhandenen Möglichkeiten gegeben war.


Abschluss

Ich warne dringend davor, Mantras nach Art eines spirituellen Selbstbedienungssupermarktes aus Büchern herauszufischen und zu rezitieren. Die Wirkung kann vom Laien nicht eingeschätzt werden und es kann zu unliebsamen Überraschungen kommen, wie bei einer "Mitschülerin" von mir, die (in Alleinregie) den Namen des Gebenden wochenlang inbrünstig wiederholte, in der Hoffnung, es würde ihr gegeben. Sie wunderte sich nur, das plötzlich immer mehr Rechnungen zu bezahlen waren,....

                              ....,und das noch ein ganzes Jahr, nachdem sie die Rezitation beendet hatte!

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