Dieser Kurs findet im Anschluss an den Basiskurs Trance-Reisen statt und bietet den
TeilnehmerInnen die Möglichkeit, das bereits erworbene Wissen praktisch anzuwenden. Folgender Bericht
stammt von einem Teilnehmer, Mitte 40, den ich hier Josef nennen werde. Er schildert die für ihn wesentlichsten
Abschnitte des 20 Abende umfassenden Kurses. Ergänzungen habe ich kursiv eingefügt.
Bei der ersten Reise, die zu einem Heiler führte, bat ich um Klärung, wo jetzt Heilung erforderlich
und auch möglich ist.
Nach der imaginierten Schwelle ist es dunkel und ich fühle einen Wirbel von Eindrücken - Lärm,
Stimmen, Bewegung,.. Plötzlich beginnen mein Nacken und Kopf heftig zu schmerzen.
Auf meine Frage, was ich gegen diese Schmerzen tun kann, erhalte ich die Information, ich soll die vielen
Gedanken loslassen. Der Schmerz komme nicht, wie ich glaube, von der Wirbelsäule, sondern vom Kopf selber.
Dieser, von einer Ärztin als Migräne diagnostizierte Kopfschmerz, plagte Josef bereits seit
über 20 Jahren. Meist an Wochenenden, mindestens 1x im Monat. Phasenweise wochenlang auch jedes Wochenende.
Der Schmerz, der bis zum Erbrechen führen kann, verhindert die Konzentration auf einfachste Dinge und
zwingt Josef oft stundenlang zur völligen Ruhe. Nach dieser Reise verstärkten sich die Beschwerden
deutlich.
Die zweite Reise eine Woche später führt mich in die Welt der Eigenverantwortung, wo ich verschiedene
Schuldzuweisungen für die Ursachen von meinen Kopfschmerz, die ich insgeheim anderen gemacht habe, von
den Personen zurücknehme. Einige sind sichtlich erleichtert, mir die Eigenverantwortung und damit meine
Macht zurückzugeben, mit anderen muss ich verhandeln und auch rituelle Aufgaben übernehmen.
Eine rituelle Aufgabe ist ein Auftrag für eine Handlung, die in der Alltagsrealität auszuführen
ist. Diese Aufgabe ist gleichzeitig Dank an die Wesen der Welt für die Botschaft oder ein erhaltenes
Geschenk wie auch Mittler zwischen den Welten, um das Erhaltene in die Alltagsrealität herüber zu
transportieren.
Die nächste Reise führt mich ins Element Erde, in dem sich Strukturen, aber auch Spannungszustände
in der Landschaft zeigen. Hier möchte ich herausfinden, wo Ungleichgewicht und Spannungen sind, um Veränderungen
vorzunehmen. Ich sehe, dass ein Teil meiner Elementelandschaft von Wasser durchtränkt und sumpfig ist.
Es gelingt mir einen mit Schlingpflanzen überwachsenen, natürlichen Wasserabfluss zu reinigen. Ich
bitte das Wasser in sein Element abzufließen und sehe zu, wie die Landschaft austrocknet. Sie wirkt
auf mich jetzt gefestigt und beruhigt. Beim anschließenden Gespräch und beim Betrachten meiner
Zeichnung zu der Reise erkenne ich, dass sich noch immer viel Wasser im Erdelement befindet.
Die Landschaften der Elementewelten zeigen die Wirkprinzipien der Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft und
Äther in ihrer reinen Form. Hier sind bei Reisen störende Einflüsse anderer Elemente erkennbar
und behutsam korrigierbar. Der Sumpf weist auf einen Stau psychischer Energien hin, die möglicherweise
seine Konzentration beeinträchtigen.
Ich beschließe, eine weitere Reise dorthin zu machen.
Bei der folgenden Reise komme ich zu einem spitzen, hohen, verschneiten Berggipfel. Ich frage, wofür
der Schnee in meinem Erdelement steht, und bekomme die Antwort, er steht für die eingefrorenen Gedankenmuster,
die meine Kindheit prägten. Ich hole diese Gedankenmuster aus meinem tiefsten Inneren heraus. Sie gleichen
großen Steinbrocken. Ich lasse sie den Berg hinunterrollen. Es zischt und der Schnee schmilzt. Die Landschaft
verändert sich zu festem Fels und Erde. Ich bitte den mächtigen Berg darum, eins werden zu dürfen
mit ihm und versinke in ihm. Als Berg fühle ich mich wunderbar gefestigt und erdverbunden.
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Nach dieser Reise beginnen, die seit Kursbeginn vermehrt auftretenden Kopfschmerzen sich zu verringern und
ich spüre manchmal ein angenehmes Kribbeln unter meiner Kopfhaut. Bei der nächsten Reise tanze ich
mit der Bitte um Heilung der Kopfschmerzen zur Trommel. Nach einiger Zeit finde ich eine bestimmte Körperhaltung.
In dieser Haltung gehe ich auf die Reise. Mein rechter Arm beginnt, stark zu schmerzen und ich bekomme den
Rat, ich soll die Gedanken und Dinge, die mich belasten, einfach loslassen, zurückgeben, dankbar sein
für alles und dem Leben vertrauen.
Ich werfe unter großer Anstrengung die Belastung weg und langsam wandert der Schmerz von meiner Schulter
in die Finger und verschwindet. Plötzlich habe ich das Gefühl, ich halte den ganzen Globus in den
Händen. (Vermutlich meine eigene Welt). Zuerst glaube ich, sie nicht halten zu können, doch ich
bekomme die Information, ich soll darauf achten mit beiden Händen das Gleichgewicht zu halten (rechts
für die Logik, links fürs Gefühl).
Ich schaffe es tatsächlich, die Kugel zu halten und fühle mich dankbar, erleichtert und gestärkt.
In einer weiteren Reise begebe ich mich in mein "Eigenes Haus". Nachdem ich mein Wohnzimmer gereinigt
und gelüftet habe, gehe ich noch in den Keller. Dort finde ich eine Menge Kohle vor, die meine gefangene
Lebensfreude für mich bedeutet. Ich befördere sie in den Garten, wo sie sich in schöne Kieselsteine
verwandelt. Ich reinige den Kellerraum noch und mache aus einem leeren Fass einen Tisch zum Weinverkosten.
Beim Rückweg habe ich das Gefühl, dass mein Haus, das für mich selber steht, in einem ordentlichen
und gemütlichen Zustand ist.
In einer der folgenden Reisen begebe ich mich zum Ratgeber
Tod, um zu erfahren, was zum Lösen
der Kopfschmerzen noch zu bearbeiten wäre. Nachdem ich mein Anliegen vorgetragen habe, spüre ich
ein starkes Ziehen in meiner Rückenmuskulatur. Er sagt, wenn die Verspannungen von bestimmten Bewegungen
oder Haltungen kommen, soll ich herausfinden, durch welche Bewegungen ich sie auflösen kann. Dazu soll
ich doch die Muskulatur selber fragen.
Meine nächste Reise führt mich in meinen Körper, zur Rückenmuskulatur. In dieser Reise
lerne ich von ihr eine Übung zur Entspannung des Rückens.
Bei einer weiteren Reise zum Ratgeber
Tod erfahre ich, dass ich noch den Schmerz selber aufzulösen
habe.
Die nächste Reise geht zum Wesen des Schmerzes, mit dem Anliegen, mich von ihm zu trennen. Nach dem Tor
erscheint ein krakenförmiges Wesen mit blauen Augen. Es kann seine Form und Größe verändern
und nimmt mich sofort völlig ein. Auf meine eindringliche Bitte, sich von mir zu lösen, verkleinert
es sich und sitzt mir gegenüber. Zu meinem Anliegen, meine Welt zu verlassen, lacht es vorerst, doch
nachdem ich mit eindringlichen Argumenten verhandle und eine Aufgabe übernehme, ist es dazu bereit.
Ich erhalte eine genaue Beschreibung der Form, in der ich es in der darauffolgenden Arbeit gestalten soll.
Es sagt, wenn sich die Tonform aufgelöst habe, werde es meine Welt verlassen. Ich bedanke und verabschiede
mich und sehe, dass es jetzt viel kleiner geworden ist. Es wirkt etwas traurig und auch ich habe das Gefühl,
als würde ich einen langjährigen Bekannten verlassen.
Im Anschluss an diese Reise formte Josef das Wesen seiner Kopfschmerzen gemäß der Anweisungen,
die er in der Reise erhalten hatte, aus Ton.
Diese Tonfigur wurde magisch aufgerufen und diente nun anstelle von Josefs Kopf dem Schmerzwesen als neue
Wohnstätte.
Dieses Schmerzwesen plazierte er in seinem Garten, wo es dem Wetter ausgesetzt war,
und er dabei zusehen konnte,
wie es sich auflöst und aus seinem Leben zurückzieht.
Die endgültige Auflösung des Tonobjekts erfolgte aber erst zum Ende des darauffolgenden Winters.
Die folgenden Reisen dienten der Vorbereitung für das Mesa-Ritual,
das den Abschluss des Kurses bildet. Das Wort Mesa bedeutet Tisch und stellt
den Raum der Schöpfung dar, der gemeinsam rituell aufgebaut wird. Hier
werden alle Qualitäten, die wesentlich sind, in der neu zu gestaltenden
Welt durch Objekte, denen
die entsprechende Qualität innewohnt (sogenannte Repräsentanten),
in einer bestimmten Ordnung aufgebaut und magisch aufgerufen.
Als Vorbereitung zur Mesa führt die nächste Reise zu einem Ratgeber, um einen Repräsentanten
für die Mesa zu finden, der die vollständige Heilung der Kopfschmerzen verkörpert.
Nachdem ich mein Anliegen vorgebracht hatte, kam die klare Aussage, ich soll mich intensiv mit der Linde beschäftigen.
Ich soll möglichst viel an Information über den Baum sammeln und mir den Baum genau ansehen, anschließend
soll ich ihn bereisen, um Genaueres über den Repräsentanten zu erfahren. Ich war während der
Reise ziemlich verunsichert, warum ausgerechnet die Linde mein Vertreter in der Mesa sein sollte, doch es
kam die Antwort, das sei schon richtig.
Also begann ich noch in der selben Nacht über die Linde zu lesen und fand auch einige interessante Zusammenhänge.
Die Linde steht für lindern und war schon in der Antike ein wichtiger Baum des Heilens.
In den nächsten Tagen besuchte ich einige alte Linden und war verwundert, dass ich bis jetzt immer achtlos
an ihnen vorbeigegangen bin. Diese Bäume strahlen Lebensenergie, Liebe und ein Gefühl der Geborgenheit
aus.
Die nächste Reise in die Welt der Linde war wohl eine der eindrucksvollsten, in der ich ein tiefes Gefühl
der Zufriedenheit, Liebe und Geborgenheit erfuhr. Ich erhielt auch genaue Anweisungen, wie ich meinen Repräsentanten
herstellen sollte. Ich schnitzte ihn aus Lindenholz und gab ihm die Form eines Lindenblattes, das aus einer
Knolle (Wurzel) wuchs. Die Wurzel steht für meine bearbeiteten Kopfschmerzen, die sich in positive Energie
verwandeln. Die Herstellung stellte sich als sehr arbeitsintensiv heraus und ging mir sehr langsam von der
Hand.
Die Herstellung eines solchen Objekts erfordert sehr viel Achtsamkeit, da die psychische Verfassung des
Herstellers maßgeblich Einfluss auf die Kraft und Wirkung des Wesens dieses Objekts hat.
In der Mesa, die auch den Abschluss unseres Kurses bildete, platzierte ich den Repräsentanten so, dass
die Kopfschmerzen in der Vergangenheit bleiben und die positive Energie in die Gegenwart wirken sollte.
Das Mesaritual, bei dem ich mit großer Konzentration und Achtung mitwirkte, bildete einen sehr würdigen
und feierlichen Abschluss unseres Kurses.
Abschluss:
Im Verlauf des Heilreisekurses haben sich meine Migräne - Schmerzattacken in der Häufigkeit und
Intensität schon stark verringert. Jetzt, nach einem Jahr, habe ich eine völlig neue Lebensqualität
erfahren. Es ist nicht nur diese Art von zermürbenden Kopfschmerzen verschwunden, sondern ich führe
auch dank meiner Reiseerfahrungen ein wesentlich bewussteres Leben, in dem jeder Tag ein wunderbares Geschenk
ist.