Schamanismus Praxisfälle, Schwur auflösen
 
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Ein Schwur aus alten Zeiten

Energetische Trennung einer zerstörerischen Beziehung
von Doris M.


Energetische Verbindungen stellen das Netz dar in dem wir eingebettet sind. Sie sind erforderlich damit Beziehung und soziales Miteinander überhaupt stattfinden können. Mitunter können sie aber auch die Freiheit und das persönliche Wachstum eines Menschen einschränken. Dermaßen einengende Verbindungen können, und sollten gelöst werden. Das folgende Ritual, das Doris hier selber schildert, zeigt besonders deutlich die Wirkung von Banden die in einem Vorleben geknüpft wurden.



Vorgeschichte:
2005 lernte ich einen Mann kennen. Er wollte mich schnell ganz für sich haben, an meinen beiden Kindern nörgelte er ständig herum und kritisierte jede Kleinigkeit. Eines Tages eskalierte die Situation und mein Freund rastete wegen einer Kleinigkeit aus. Als ich ihn später darauf ansprach, meinte er nur, ich hätte ihn noch nicht erlebt wenn er wirklich ausrasten würde und das wäre doch gar nicht so schlimm gewesen. Für mich war hier der Punkt, wo ich nach ca. zweieinhalb Jahren einen Schlußstrich zog.
Mein Freund konnte die Trennung und schon gar nicht den Grund dafür akzeptieren. Er fing an vor meinem Haus zu stehen, mich überall abzupassen, mich zu verfolgen, aufs Schlimmste zu beschimpfe Anrufe und sms ohne Ende, usw. Mir blieb nicht anderes mehr übrig als die Polizei einzuschalten. Doch auch das Kontaktverbot, welches erlassen wurde hielt er nicht ein. Es kam zu einer Verhandlung, in der er verurteilt wurde.
Trotz alledem startete er immer wieder erneut Versuche mit mir wieder zusammen zu kommen. Er sagte, er weiß nicht warum, aber er hing noch nie so an einem Menschen wie an mir. Wir sollten alles vergessen und komplett neu anfangen.


Auf meiner Suche nach Hilfe, landete ich schließlich bei Kaletao.
Bei meinem ersten Besuch, besprachen wir die ganze Situation. Anschließend begleitete mich Kaletao bei einer schamanischen Reise in die Welt der Beziehung zwischen mir und meinem Exfreund.

Gleich nach Eintritt in die Welt fand ich meine Beine mit einem Ledergurt gefesselt. Der Gurt teilte mir mit, das wir durch einen Schwur gebunden sind. Ich frage nach der Herkunft des Schwurs - finde mich in einem altem Schloß wieder, dort lebte ich als Magd. "Er" war ein reicher Herr, dem ich unbedingt näher sein wollte. Ich liebte ihn. So schwor ich ihm, immer für ihn verfügbar zu sein wenn er es wünschte - für alle Ewigkeit. Im Gegenzug schwor er mir, für mich immer zu sorgen und darauf zu achten, daß es mir gut ging.
Seinen Schwur löste er allerdings weder damals noch in diesem Leben ein. Mir ging es oft sehr schlecht.
Vom Ledergurt bekam ich den Rat den Schwur aufzuschreiben und in einer Messingschüssel zu verbrennen. Er sagte ich bin nicht mehr an die Abmachung gebunden und könne den Schwur lösen, da er seinen Teil des Schwurs gebrochen habe.
Auf meine Frage, wie ich das machen sollte, bekam ich die Antwort:" Verbannen und verbrennen. Die Schwüre aufschreiben und in einer Messingschüssel verbrennen."
Als Dank für seine Hilfe, sollte ich Blüten sammeln und in einen Fluß werfen. Was ich auch tat.


Die Art des Schwures und der damaligen Situation, erklärt warum der Mann immer noch glaubt ein Anrecht auf ihre volle Verfügbarkeit zu haben. Offenbar identifiziert er sich noch mit dem Schloßherrn und hat sein Verhalten seither nicht verändert....Gleichzeitig ist er durch den Schwur an Doris gefesselt und leidet offenbar selber darunter.




Nun half mir Kaletao das Ritual mit allen Utensilien, die ich gefühlsmäßig dabeihaben wollte vorzubereiten.
Es war wichtig einen Gegenstand dabeizuhaben, der ihn verkörperte. So nahm ich einen Teddybären, den ich von ihm geschenkt bekommen hatte und hängte ihm ein Foto meines Exfreundes um. Weiters nahm ich Kerzen in weiß und blau mit, ein weißes und ein blaues Tuch, sammelte Eicheln und Eichelästchen, Räucherstäbchen und eine CD die ich passend fand, die Schale aus Messing und die beiden Schwüre, je auf einen eigenen Zettel geschrieben.






Bei dem zweiten Termin einige Zeit später besprachen wir wie das Ritual ablaufen sollte.
Zuerst reinigten wir uns gegenseitig und dann den gesamten Raum. Dann setzte ich mich vor den Kreis den ich mit meinen mitgebrachten Ritualgegenständen zuvor gestaltete. Kaletao begleitete das Ritual mit ihrer Trommel.

Ich rief nun beide Männer herbei und ließ, nach Kaletaos Anleitung, den Bären ihre Identität annehmen. Nun sagte ich ihm, daß ich den Schwur auflöse, da er sich nicht daran gehalten hatte und das ich mit ihm nichts mehr zu tun haben will.
Anschließend lese ich einen Schwur nach dem anderen und verbrenne die Schwüre dann in der Schale.
Die Dynamik steigt - tanzend spüre ich an welchen von meinen Körperstellen die Verbindungen zu ihm vorhanden sind. An jeder einzelnen Stelle entferne ich die Verbindung zwischen uns. Die entfernten Reste der alten Fesseln schmeiße ich dem "Bären" zurück.
Die Verbindungen waren an meinen Handaußenseiten, Handgelenken, Unterarme, Unterleib, Oberbauch, Herzgegend, Kehlkopf, Schultern hinten, Gesäß eher seitlich, Fußfesseln.
Als ich spürte, frei zu sein von allen Verbindungen, setzte ich, mit dem Rücken zu dem Bären wieder auf meinen Platz. Nun gibt mir Karina eine selber hergestellte Salbe. Mit der versorge ich nun alle meine Wundstellen an denen ich die Verbindung herausgerissen habe.
Anschließend sammle ich all meine Energien wieder zusammen, drehe mich zum Bären um, bedanke mich für die Mitwirkung und beende formell das Ritual.

Ich hatte danach ein total befreites Gefühl, endlich losgelöst, endlich frei! Herrlich ! ! !
Danke Kaletao für deine Hilfe und Führung!

Abschluss:
Den Bären habe ich nach dem Ritual im Wald vergraben, der Erde zurück gegeben. Es sind seither erst einige Wochen vergangen und hin und wieder sehe ich meinen Exfreund noch um mein Haus schleichen, aber er ist jetzt friedlich. Er beläsigt mich nicht mehr. Ich bin total ruhig und ausgeglichen. Der Fels in meinem Magen, der jedesmal polterte wenn ich ihn sah, ist aufgelöst.



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