Übergangsrituale von einem Lebensabschnitt in einen nächsten sind in unserer Kultur rar. Neben den
kirchlichen Feiern, wie z.B. der Taufe und der Erstkommunion, kommen einem rituellen Übergang noch am
ehesten der erste Schultag und die Entgegennahme des Führerscheins nahe. Übertrittsfeiern bei Erreichen
der Geschlechtsreife fehlen völlig. Im schamanischen Sinn bedeutet ein Übergang in eine neue Lebensphase
einen Wechsel zwischen zwei Welten, in denen unterschiedliche Gesetzmäßigkeiten herrschen.
Ich möchte hier von der Arbeit mit einem jungen Mann berichten, der wegen Antriebsschwäche zu mir
kam. In den acht Monaten, in denen ich ihn begleitete, wandelte sich das Anliegen und wurde zu einem Abnabelungsprozess
von der Mutter, der schließlich zur Übernahme der Eigenverantwortung für seine Berufswahl
und damit zum Wechsel in die Welt der Erwachsenen führte. Der junge Mann, der gerade seinen Präsenzdienst
ableistete, ich nenne ihn hier Manfred, rief mich an, um einen Termin zu vereinbaren. Sein Problem war, dass
er seit der Einberufung zum Präsenzdienst kaum noch Antriebskraft hatte, viel träumte, mit eigenen
Worten "die Zeit mit Videospielen totschlägt", und sich Action, die ihm im Leben fehlte, über
Filme und Heavy Metal Musik holte. Er hatte Probleme mit der Mutter deswegen. Sein Bedarf war, wieder Aktivitäten
zu setzen und die Ausdauer bei Schwierigkeiten zu stärken. Bei der Anamnese kam zur Sprache, dass die
Mutter, die ihn auch dazu gebracht hatte, mit mir einen Termin zu vereinbaren, versuchte, seit seiner Kindheit
ihn zu "schieben". Je mehr ihn die Mutter schob, desto passiver wurde er. Zum akuten Problem wurde
dieses Verhalten beim Grundwehrdienst, wo er, mit autoritären Strukturen konfrontiert, als Abwehr immer
passiver wurde, bis er auch in seiner Freizeit keine Aktivitäten mehr setzen konnte.
Trägheit und schwacher Eisenprozess.
Im Lebensabschnitt vom 14. bis zum 21. Lebensjahr wird die Qualität des Wollens herausgearbeitet. Verantwortlich
dafür ist der Eisenprozess, der in enger Verbindung mit dem Planeten Mars steht und als gestaltende,
vorwärts strebende Kraft zu verstehen ist.
Ein schwacher Eisenprozess zeigt sich in Antriebslosigkeit, Willenlosigkeit, Konzentrationsschwäche,
mangelndem Selbstvertrauen bis hin zu nervös depressiven Erschöpfungszuständen und Zwangsneurosen.
Um den Eisenprozess zu aktivieren, damit er aus der Trägheit herauskommen kann in die Aktivität,
gab ich ihm eine Mischung folgender Blüten und Kristallessenzen:
Von den australischen Bushblüten, Old man Banksia für Lebensfreude und Energie, Kapok Bush für
Handlungsbereitschaft, um "loszulegen", Sundew für Konzentration in der Gegenwart bei Tagträumerei,
Macrocarpa, das anregend auf die Nebennieren wirkt, die durch ihre Adrenalinproduktion großen Einfluss
auf die Aktivität haben, Wild Potato Bush, das die Fähigkeit stärkt, sich weiterzuentwickeln.
Diese Essenz wird auch Kindern gegeben, die Frust haben beim Laufenlernen. Im übertragenen Sinn geht
es ja auch bei Manfred um ein eigenständiges In-Bewegung-kommen. Self Heal von den Kalifornischen Blüten,
das hilft, die Verantwortung für den eigenen Heilungsprozess zu übernehmen, und die Steinessenz
des Opaliths, die Geselligkeit und guten Kontakt zur Umwelt fördert und den Schutz der Aura stärkt,
der beim Bundesheer möglicherweise geschwächt wurde, worauf der starke Energieabfall hinweist.
Beim nächsten Termin, sechs Wochen später, berichtet er über mehr Aktivität und Unternehmungslust
im Leben. Sein Bedarf diesmal ist, neue Leute kennen zu lernen, Kontakte herzustellen und seine Ansichten
auch Fremden gegenüber zu vertreten. Um hier Veränderung einzuleiten, entschlossen wir uns zu einer
schamanischen Reise ins Feuerelement. Der Welt des Feuerelements sind u.a. die Qualitäten der Tatkraft,
des Willens, des Durchsetzungsvermögens zugehörig. Bei Problemen in diesen Bereichen kann hier Veränderung
bewirkt werden.
Sein Anliegen für die Reise war: "Bitte um den Antrieb für mehr Dynamik und Direktheit beim
Knüpfen von Kontakten."
Die Welt seines Feuerelements zeigte sich zu Beginn ziemlich dunkel. Er befand sich auf einer Wiese in einem
Talkessel. Ein Licht führte ihn zu einer dunklen, kalten Schlucht, in der er nach einiger Wegstrecke
einen Wasserfall fand, der auf der Stelle versiegte. Er wurde eins mit dem Wasserfall, der ihn daraufhin durch
das trockene Flussbett in der Schlucht wieder zurück auf seine Wiese schwemmte. Hier floss das Wasser
in einem kleinen Bach über die Wiese. Nach kurzer Zeit wurde es auf der ganzen Wiese hell. Er bat den
Wasserfall um eine Aufgabe. "Setz dich neben einen Bach, mach die Augen zu, lass dich von der Sonne anscheinen
und höre dem Wasser beim Fließen zu".
Interpretation:
Schamanische Welten stellen eigenständige Systeme mit eigenen Gesetzmäßigkeiten dar. Der
Mensch, der diese Welten bereist, nimmt allerdings seine Verhaltensmuster aus der alltäglichen in die
schamanische Welt mit. Hier zeigen sich die wesenhaften Aspekte der Thematik als Symbol-Symptom. Wenn es
gelingt, mit diesen Wesen in anderer Weise umzugehen, kann die Veränderung in der schamanischen Reise
auch Veränderung in der alltäglichen Welt bringen. Eine Aufgabe wird dann übernommen, wenn
eine Veränderung in der Reise stattgefunden hat und diese in der alltäglichen Welt gefestigt werden
soll. Die Wiese in seiner schamanischen Reise kann in der alltäglichen Welt als Handlungsspielraum,
den er im Leben hat, aufgefasst werden. Die Dunkelheit lässt auf wenig Bewusstheit über diesen
Raum schließen. Seine dynamische Kraft, die ihm im Leben fehlt, zeigt sich in der Energie des Wasserfalls.
Durch das Einswerden mit dieser Kraft in der Reise kann sie bis zur Wiese, seinem Lebensraum, gelangen und
ihn durchqueren. Beim Ausführen der Aufgabe kann er Wärmeenergie von der Sonne aufnehmen und sich
auf das Geräusch des Fließens, den dynamischen Aspekt des Bachs, einstimmen und damit das Neue
weiter stärken.
Als Blütenunterstützung, um diese Veränderung zu festigen, waren diesmal wieder Old Man
Banksia, Kapok Bush, Sundew, Macrocarpa, zusätzlich die Bachblüte Wild Rose, um die Resignation
aufzulösen, mit der er Fremdbestimmung begegnet. Von den kalifornischen Blüten Arnica für
eine bewusste Anwesenheit im Körper und die Kristallessenz einer großen Zepterquarzstufe aus
meiner Sammlung, die in einem hohen Maß über eine klar ausgerichtete, dynamische Kraft verfügt,
die der des Wasserfalls in seiner Reise ähnlich ist, und diese Qualität noch verstärken soll.
Vier Wochen später, beim nächsten Termin, fühlt er sich aktiver, vitaler und kann seine Meinung
im Freundeskreis besser vertreten. Als aktuellen Bedarf äußert er die Bearbeitung eines Konflikts
mit der Mutter bezüglich seiner bevorstehenden Berufswahl - er weiß nicht, was er will - sie
drängt ihn - er reagiert mit passivem Widerstand.
Zur Klärung der beruflichen Situation beschlossen wir eine weitere schamanische
Reise zum Seelenführer.
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Sein Anliegen war die Frage "In welche Richtung führt mein zukünftiger Beruf?". Er
betritt einen Raum mit schwachem, rotbraunem Licht und mehreren angrenzenden Zimmern, die Mutter folgt ihm
beim Rundgang, er will die Zimmer, in denen gearbeitet wird, nicht anschauen.
In der Mitte des Raums ein violettes Licht, er geht in das Licht, das ihn wie ein Aufzug in eine zweite
Etage hebt, dort befindet sich ein Pavillon mit Säulen, rundherum eine kurz gemähte Wiese, (er
wechselt ein paar mal hin und her) sieht in der zweiten Etage einen grauen Betongang, am Ende ein grelles,
gelbes Neonlicht, geht durch, steht im Licht, lässt sich bescheinen. Als ich ihn nach der Reise frage,
was für ihn die Botschaft dieser Reise sei, sagt er spontan "der untere Raum ist die Jetztsituation,
in der sich die Mutter ständig hineinmischt, in der zweiten Etage hat die Mutter keinen Zugang, dort
kann ich selber entscheiden. Das Licht am Ende der Reise stellt für mich das Leben in meinem selbst
gewählten Beruf dar." Er sagt "Ich möchte meinen Beruf selber wählen, aber ich
kann immer erst dann was tun, wenn ich den Kick dazu habe,......es wäre gut, wenn der innere Kick bald
da wäre."
Blüten zur Unterstützung waren diesmal: Old Man Banksia, Kapok Bush, Sundew, Macrocarpa, Wild
Rose, zusätzlich diesmal die Bush Blüte Paw Paw, die beim Verarbeiten neuer Ideen hilft und durch
verbesserten Zugang zum Höheren Selbst Problemlösungen fördert, besonders bei Menschen, die
sich durch die Notwendigkeit von Entscheidungen belastet fühlen. Ergänzt von der Kristallessenz
des Feueropals, der das Feuer der Begeisterung anfacht und animiert, Ideen sofort umzusetzen. Weiters steigert
er das Energieniveau des ganzen Organismus.
Beim nächsten Termin, drei Wochen später, berichtet Manfred, dass er seither oft die Initiative
zum Fortgehen ergriffen hat, öfter seine Meinung sagt und seither die Halsschmerzen weg sind, die er
seit Jahren hatte. Er hat sich auch nach einer Anstellung als Beamter im öffentlichen Dienst erkundigt,
die ihm gefallen würde, es waren allerdings zurzeit keine Posten frei. Hier zeigt sich bereits eine
erste Eigendynamik, etwas zu unternehmen, die aber im Moment noch zu schwach ist. Die Mutter hat ihm inzwischen
einen Job organisiert, worauf er wieder resigniert hat, und sich jetzt nicht weiter mit dem Thema Berufswahl
auseinandersetzen möchte. Sein Anliegen heute ist die Linderung des Problems, das ihm ein großes
Abszess im Lendenbereich links seit 1 Woche verursacht.
Der Eisenprozess verstärkt sich
Die Aktivierung des Eisenprozesses, als dynamisch gestaltende, vorwärts gerichtete Kraft, zeigt sich
nun zum einen in der verstärkten Aktivität und dem besseren Artikulieren der eigenen Meinung.
Im Kehlkopf als Marsorgan wird die Luft angestaut und als Laut gestaltet. Zum anderen zeigt sich der Eisenprozess
in der Entstehung des Abszesses. Um das zu erklären, muss ich etwas ausholen. Zwischen 14 und 21 Jahren
soll die endgültige Durchdringung des Organismus durch das Ich stattfinden. Ein Charakteristikum unserer
Individualität ist das Eiweiß, welches in der Leber vom Eisenprozess individuell gestaltet wird.
Die Entwicklung des eigenen Willens in der Pubertät bringt Dynamik in das Stoffwechselgeschehen und
in diesen Eisen-Eiweiß-Prozess. Ist das Eiweiß an der Oberfläche nicht gut durchgestaltet,
kommt es zu einem Verdauungsprozess, durch den das Eiweiß wieder eingeschmolzen wird. Dieser Verdauungsprozess,
der sonst im Dünndarm stattfindet, wird nun an die Oberfläche verlagert und es kommt zu Eiterungen.
Dieses Ausscheiden von nicht gut vom eigenen Wesen durchdrungenem Eiweiß im Grobstofflichen stellt
eine Loslösung von Fremdeinflüssen im Materiellen und Energetischen dar. Der Ort, an dem sich
bei Manfred das Abszess befand, war im Lendenbereich, dem Einflussbereich des Sakralchakras, das die Ebene
der Beziehungen darstellt. Die linke Körperhälfte wird dem weiblichen zugeordnet. Das Abszess
(es war so groß, dass es sogar einen schulmedizinischen Eingriff erforderlich machte) kann also als
ein durch die Stärkung des eigenen Willens verursachter Versuch zur Befreiung der fremdätherischen
Kräfte der Mutter und damit eine Loslösung von Einflüssen der Mutter gesehen werden.
Zur Unterstützung habe ich mit dem Saugrohr die Störpotentiale im Wurzel und Sakralchakra entfernt.
Das Saugrohr ist ein schamanisches Kraftobjekt, mit dessen Hilfe energetische Störpotentiale abgesaugt
werden können. Nach der Arbeit sind die Spannungen in der Brustwirbelsäule und die Schmerzen im
Lendenbereich weg. Manfred spürt seinen ganzen Körper warm, was bedeutet, dass der Körper
nun von der Organisation des Individuellen Höheren Selbst, dessen Transportmittel die Wärme ist,
besser durchdrungen ist.
Als unterstützende Blüten bekam er, mit Ausnahme des Feueropals, den ich durch die Bachblüte
Walnut für Unbeeinflussbarkeit in Neubeginnsphasen ersetzte, dieselbe Mischung wie beim letzten Mal.
Konzentration
Sieben Wochen später, beim nächsten Termin, berichtet er, dass er seine Grenzen aktiv artikulieren
kann. Das Arbeitsklima in dem Job ist gut, er kann sich aber jetzt auf nichts konzentrieren, weder in der
Freizeit noch in der Arbeit. Auch kann er sich nichts merken, was ihm gesagt wird.
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Das Mantra "Ya Samir" sollte ihm hier helfen, Bewusstheit im Augenblick zu entwickeln. Dieses
Mantra ist einer der 99 schönsten Namen Gottes aus der Sufitradition und ruft die Qualität der
Wahrnehmung (insbesondere der akustischen) auf. Es kann auf der menschlichen Ebene achtsames Zuhören
fördern.
Die Blütenmischung diesmal bestand aus Old Man Banksia, Sundew, Wild Rose, ergänzt von der hawaiianischen
Blüte Nana-honua, die Klarheit in Verstand und Gedanken fördert, sowie einem Bernstein, den er
selbst intuitiv ausgesucht hat. Bernstein wird gerne Kindern gegeben, um das Zahnen zu erleichtern, im übertragenen
Sinn kann ihm der Bernstein helfen, seinen Willen und damit auch "die Zähne" zu zeigen.
In den folgenden fünf Wochen führte er die Rezitation (d.h. die ständige Wiederholung des
Mantras) öfters aus, wenn er Konzentration benötigte. Dadurch hat er eine Besserung in der Konzentrationsfähigkeit
festgestellt.
Beim nächsten Termin erzählte Manfred, dass er in der Freizeit Veränderungen bereits gut
umsetzen konnte. Fernsehen und Computerspiele wurden deutlich weniger, er hatte viel Interesse am Fortgehen,
war aktiver, rief Bekannte an, lernte nette Leute kennen und hatte mehr Interesse und Begeisterung am Leben.
Die neue Bewusstheit, zu der ihn das Mantra geführt hat, zeigt sich jetzt in einer Unzufriedenheit
mit seiner Arbeit. Im Beruflichen ist es ihm aber zurzeit noch nicht möglich, die Initiative zu ergreifen.
Seine Mutter hat eine 3jährige Abendschule für Computer für ihn organisiert. Sein resignierter
Kommentar "ist wohl das Vernünftigste". Er hat wenig eigenes Interesse daran, weiß
nicht, was das Berufsziel ist. Auf die Frage, ob er sein Leben in einem Beruf verbringen möchte, für
den er sich nicht selbst entschieden hat, wird er nachdenklich. Nach längerem Gespräch kommt er
zu der Erkenntnis, dass er die Verantwortung, seine Berufsentscheidung selber zu treffen, noch nicht übernommen
hat, und dem zu Entschluss, dass er die Eigenverantwortung für seine Berufswahl jetzt übernehmen
möchte.
Wir beschließen als Einweihung in seine Eigenverantwortung ein Mesa-Ritual.
Das Wort "Mesa" bedeutet Tisch und stellt den Raum der Schöpfung dar. Aufgebaut wird diese
Schöpfung meist auf einem weißen Tuch. Hier werden alle Qualitäten, die in der Welt dieses
Themas wesentlich sind, durch Gegenstände, denen die entsprechende Qualität innewohnt (sogenannte
Repräsentanten), in einer bestimmten Ordnung aufgebaut und magisch aufgerufen, um eine wirksame Verbindung
zur Welt des Klienten im Alltag zu erreichen. Als Vorbereitung bis zum nächsten Termin sollte er seine
Absicht überdenken und klar formulieren.
An Essenzen unterstützten ihn dabei Old Man Banksia, Kapok Bush, Sundew, Paw Paw, Wild Rose und der
Feueropal.
Beim nächsten Termin, drei Wochen später, führten wir das
Mesa-Ritual
als Einweihung in die Welt seiner Eigenverantwortung durch. Nachdem ich
die Mesa aufgebaut und aufgerufen hatte, hat er die Welt begrüßt
und das von ihm verfasste Anliegen vorgetragen. "Ich, Manfred, bin
gekommen mit der Absicht, mir meine Eigenverantwortung abzuholen, sodass
ich alle Ziele in meinem weiteren Leben selbst bestimme. Momentan ist es
mir sehr wichtig, meinen zukünftigen Beruf selbst zu bestimmen."
An seiner Stimme war deutlich zu hören, dass diese Worte sein voller Ernst waren.
Mesareise:
Seine anschließende Reise in die Welt der Mesa gab ihm Auskunft für das weitere Vorgehen. "Ich
sehe mich bei Freizeitaktivitäten, auf die ich auf keinen Fall verzichten möchte. Da sind ein
ziemlich finsterer, dunkelbrauner Raum mit der Tätigkeit als Lagerarbeiter, ein etwas hellerer, grüner
Raum mit einem Beamten und ein oranger, ebenfalls hellerer Raum als Schüler. Da waren noch weitere
Räume, aber ich wollte sie nicht anschauen. Ich finde ein Buch, das ich um einen Rat bitte. Es sagt
mir, das ich danach entscheiden soll, was mir bei der Arbeit am wichtigsten ist."
Reflexion:
"Wichtig ist mir in meinem Beruf, eine Tätigkeit zum Wohle der Gesellschaft auszuüben. Ich
glaube nicht, das ich viele Chancen habe, aber ich möchte gern die Stellung als Beamter haben."
Abschluss
Mit diesem Schritt hat er den Wechsel von der Welt eines Jugendlichen in die Welt des Erwachsenen vollzogen.
Er hat rituell die Eigenverantwortung für seine Entscheidungen im Leben und seine Berufswahl übernommen.
Privat kann Manfred jetzt seinen Willen klar deklarieren, hat Freude am Fortgehen mit Freunden und gute
Konzentrationsfähigkeit. Wir haben daraufhin eine Pause in unserer Arbeit vereinbart, da sich alle
bisherigen Anliegen erfüllt haben. Wenn er Bedarf hätte nach Begleitung beim Umsetzen seiner Entscheidung,
wollte er sich wieder melden.
Manfred brauchte allerdings keine weitere Begleitung mehr. Kurz darauf hat er sich für die Anstellung
als Beamter mit so viel Selbstüberzeugung beworben, dass er als einer von 10 aus 200 Bewerbern aufgenommen
wurde und diesen Beruf nun seit einigen Jahren ausübt.