Schamanische Reisen und Psychometrie
 
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Schamanische Reisen

- Psychometrie oder die Kunst der Abfrage von Objekten


Im Basiskurs Trance-Reisen ist ein Abend dem Abfragen von Informationen gewidmet. Dazu bitte ich die TeilnehmerInnen einen Gegenstand völlig unkenntlich zu verpacken und diesen mitzubringen. Die, untereinander ausgetauschten Gegenstände werden mit der Bitte um Information bereist. Bei diesen Reisen wird der verpackte Gegenstand in der Hand gehalten. Das Anliegen, mit dem die Reisen unternommen wurden, lautete:
Ich möchte den Gegenstand, seine Geschichte und seine Eigenschaften kennenlernen.

Es ist auch möglich solche Informationen mittels Fernwahrnehmung auf größere Entfernungen abzufragen.


Reiseberichte aus den Kursen:
Löwe
Meridianstab
Reisepass
Salamander




Reise 1: Löwe

Bilddokumentation Kraftgegenstandsreise

Ich schließe die Augen und bitte um ein Tor. Mir erscheint ein weißes, kreisrundes Tor. Ich betrete die Welt und stehe mitten in einer Savanne. Es ist sehr heiß, die Sonne brennt auf die Erde. Die Luft ist so erhitzt, dass sie Schlieren zieht.
Ich rufe nach meinem Krafttier, einem Kamelhengst, das sofort erscheint. Wir begrüßen uns herzlich, und begehen die Reise nun gemeinsam. Wir treffen auf verschiedene Wesen, die ich alle um Information bitte, um eine Botschaft.
Der Fluss sagt, er ist die Quelle des Lebens, ein Baum erzählt mir, dass er Schatten spendet, die Erde sagt, das sie schon dringend auf Wasser wartet, das Skelett einer Antilope sagt, sie war die Beute einer Löwin, und die Sonne erzählt, dass sie die Erde täglich wärmt.
Ich reite auf dem Rücken meines Krafttiers durch die Savanne. Wir stoßen auf eine Löwenfamilie. Ich steige ab und im selben Moment verwandle ich mich zu einer Löwin. Löwenkinder turnen auf mir herum, das wird mir aber bald zu bunt! Ich bitte um Information, die Löwenkinder antworten mir, dass ich eine direkte Nachfahrin des Löwen sei.
Ich gehe weiter und komme zu einem Felsen, in dem sich eine Höhle befindet. Wir betreten die Höhle, in ihr befindet sich ein großer, mächtiger Löwe. Ich frage ihn, wer er ist, und er antwortet mir: Ich bin der König der Tiere. Ich frage ihn, wie er zum König wurde, und er antwortet mir, dass er zum König gewählt wurde. Ich frage ihn, ob er wegen seiner Größe und Gestalt zum König gewählt wurde. Er meint: Nein, ich erreichte meine Größe erst nach meiner Wahl zum König. Ich bedanke mich für die Audienz und verlasse mit meinem Freund die Höhle.

Wir reiten zurück zu dem Baum vom Anfang der Reise und setzen uns in seinen Schatten. Ich frage ihn, ob er mir etwas von der Geschichte des Gegenstandes erzählen kann. Er beginnt zu erzählen: Es wurde einmal eine Löwin geboren, in jungen Jahren wollte sie eine Antilope reißen, sie war natürlich noch zu jung dafür und wurde dabei von den Hörnern der Antilope lebensgefährlich verletzt. Sie erholte sich nach langer Krankheit wieder und wurde zur besten Jägerin des Löwenclans. Dann ist sie verschwunden und ich habe sie nie mehr gesehen. Sie ist bestimmt schon gestorben.

Ich bedanke mich für die Informationen, verabschiede mich von meinem Krafttier und verlasse die Welt.

Vor dem Öffnen des wattierten Päckchens fertigte ich obige Zeichnung an.
In dem Päckchen fand ich das Foto einer Löwin.



Anmerkung:
Diese Reise war einer der seltenen Fälle der fast 100% Abfrage eines Objekts. Die ersten Worte der Teilnehmerin nach der Reise waren: "Karina, wenn das Päckchen nicht so klein währe, würde ich sagen du hast einen Löwen eingepackt,..."
Botschaften in dieser Klarheit sind selbst bei gut trainierten Menschen selten und nur möglich, wenn mehrere begünstigende Faktoren zusammentreffen.



Reise 2: Meridianstab

Zeichnung nach der Reise
Das bereiste APM Stäbchen

Es ist sehr hell, warm, grünes Gras, in der Ferne Bäume - sie sehen aus wie Fichten. Gehe auf den Wald zu, der Boden gibt nach. Stehe vor einem großen Baum (das Wort „Baummutter fällt mir vorher noch ein). Es ist ein mächtiger Baum, die Rinde zerfurcht. Lege die Hand auf die Rinde und frage: “was weißt du über die Kraft des Gegenstandes?“
Ich nehme eine pulsierende Kraft in meiner linken Hand wahr, spürt sich an wie der Rhythmus einer Pendeluhr, eher langsamer. Heiß, spitz – es kommt der Eindruck von Messer, chirurgisches Messer. Immer wieder nehme ich dieses Pulsieren wahr. Frage den Baum noch einmal ob er mir mehr sagen kann über die Kraft des Gegenstandes. Der Gegenstand ist große Hitze durchgegangen, er kann gefährlich sein." Ich frage „warum gefährlich?“ - er kann missbraucht werden.

Frage nach dem Nutzen des Kraftobjekts. Es zerschneidet Fäden, habe das Bild von Energiefäden, Energiebindungen.

Frage nach dem Weg, der Geschichte des Kraftobjekt. Nehme Vulkan wahr, Lava, große Hitze, Wasserdampf, glitzern, als ob ein Schwert oder Messer geschmiedet wird. Die Oberfläche ist metallisch, nicht stumpf, brillant. Es wurde lange Zeit die Kraft nicht erkannt.
Wieder gleißendes Licht von rechts oben, ganz hell, ganz grell.Höre einen Schrei, Geruch von Waldboden, es dauert sehr lange, dass dieser Gegenstand in der Erde ist. Die Kraft des Objekts wächst. Nehme einen hellen Ton wahr der jetzt tiefer wird, es ist eine respektgebietende Kraft. Plötzlich Licht, Applaus.

Frage nach den Erlebnissen des Kraftobjekt. Es will bewundert werden, stellt sich dar wie bei einer Inszenierung. Es hat sich einsam gefühlt. Frage nach dem Ort der Aufbewahrung des Kraftobjekts. Weiche Flüssigkeit, wieder der pochende Rhythmus.

Ich gehe nun tiefer in den Wald hinein. Sehe in der Ferne Felsen und gehe darauf zu. Der Weg wird steiler, wird zu einem schmalen Pfad, es ist anstrengend bergauf zu gehen. Oben stehe ich auf einem Halbplateau und drehe mich um und überschaue den Wald. Die Baummutter ist mehr als ein Drittel höher als die anderen Bäume.
Spüre den Wind und frage ihn, was das alles mit dem Kraftobjekt zu tun hat. Das Kraftobjekt ist webend, sehr hilfreich. Webend bedeutet einmal hin und einmal her. Wie bei einer Nähmaschine. Sehr fleißig – extrem, unermüdlich.
Frage, wie man die Kraft des Objekts noch steigern kann. Durch Polieren mit einem Tuch und einer Paste. Die Kraft hat etwas mit dem Glanz zu tun.

Frage, ob Menschen um dieses Kraftobjekt sind. Ja, in letzter Zeit schon (bedeutet 20 Jahre). Sind die Menschen dem Kraftobjekt wohlgesonnen? Höre Kinderlachen und bekomme die Antwort - ja. Was war vor 20 Jahren? Es war kalt und stumpf – als hätte man vergessen, dass es das Kraftobjekt gibt. Plötzlich leichte Traurigkeit, Wehmut dass das Objekt, wenn es vergessen wird, seine Anlage nicht ausleben kann. Die Anlage ist das Weben, diesen Rhythmus zu erzeugen.

Warum ist dieser Rhythmus so wichtig? Der Sinn des Rhythmus ist, dass sich die Kraft aufbaut. Der Rhythmus ist die Essenz.
Nehme Ruhe, Entspannung, ein Aufladen und Innehalten wahr. Bin jetzt am Rand vom Felsen und gehe in Richtung Wald zurück. Umarme die Baummutter. Sie steht für Ehrfurcht, Wohlwollen und Mächtigkeit. Das sind auch die Eigenschaften des Kraftobjekts. Das Kraftobjekt stellt seine Kraft gerne zur Verfügung wenn es darum gebeten wird. Ich frage, ob es gerne im Besitz des Eigentümers ist. Ein Wärmeschwall kommt mir entgegen (ich deute das als JA). Gehe weg von der Baummutter, trete den Rückweg an, bedanke und verabschiede mich.

In dem festen Karton fand ich nach der Dokumentation der Reise einen Meridian-Massagestab aus Metall (in der Art wie sie bei der Akupunktmassage Verwendung finden).

Gerhard Obrovsky


Zum Objekt (von seiner Besitzerin):
Ich besitze den Stab seit ca. 12 Jahren und brauche ihn zur Akupunktbehandlung, über die Geschichte vor 20 Jahren weiß ich leider nichts.
Mit dem Meridianstab werden die Meridiane gezogen bzw. die Akupunkturpunkte gesetzt. Sinn der Behandlung ist es den Energiefluß zu fördern bzw. auch zuviel an Energie abzuleiten. Die Bewegung ist entweder vom Kopf zum Fuß, oder vom Fuß zum Kopf (webend), bzw. vom Kopf zur Hand oder umgekehrt.

Zum Ort der Aufbewahrung möchte ich erwähnen, dass der Stab immer neben meinen verschiedenen Massageölen (weiche Flüssigkeit) in einer Schatulle liegt.


Reise 3: Reisepass

Zeichnung Reise zum Reisepass

Ich sehe eine weite, sandige Gegend – Wüste – sonst nichts. Sonja, die Besitzerin des Objekts war in der Reise bei mir. Gehe gerade aus weiter über Sandhügel. Es ist sehr schön, heiß, windig. Staub wird aufgewirbelt.
Rechts vor mir eine schöne Oase mit Bäumen und Wasser – ein kleines, rundes Wasserloch.
Ein großer Mann mit Bart und braunen Haaren lehnt an einem Baum, ein Knie angewinkelt. Er sieht freundlich aus. Ich frage ihn, was er macht. „Er sagt er wartet auf Sonja. Er will ihr etwas sagen – es hat mit Feuer und Hitze zu tun.“
Ich sehe was Hartes – roter Stein? „Es ist dazu da, dass es Sonja vorwärts bringt, es soll ihr den Weg zeigen, sie leiten – es führt sie in die Zukunft, nach vorne.“ Dann sagt er nichts mehr.

Jetzt begegnet mir ein kleines, blondes Mädchen, es nimmt Sonja bei der Hand und zieht sie nach vorne durch den Sand – will ihr etwas zeigen. Sonja wehrt sich kurz, möchte da bleiben. Das Mädchen dreht sich nicht um, zieht sie einfach weiter. Die beiden gehen auf einen roten Felsen zu – hinauf. Rundherum sind Büsche. Auf der Anhöhe bleiben sie kurz stehen, Sonja schaut kurz zurück und geht dann gleich wieder weiter. Ich frage das Mädchen nach dem Sinn des Objektes. „Es soll die Freude in Sonja wecken – sie soll wieder so lachen können, wie sie als Kind gelacht hat.“

Die Landschaft ist überwiegend rot. Es ist brennend heiß. Ich sehe einen, in Gold gefassten Edelstein, er hat mit Wertschätzung zu tun. Das Mädchen ist immer noch da. Die beiden gehen bergauf, wanden über eine Düne. Eine alte Frau kommt uns entgegen. Sie ist buckelig und hat einen Stock. Auf die Frage, was sie über das Kraftobjekt sagen kann, sagt sie: Es ist weiß, hat mit Jugend und Gesundheit zu tun, ist seidig.

Ich frage nach einem praktischen Nutzen. Es tut gut für die Haut – sie sagt, dass es auch für mich auch gut wäre bei meiner momentanen Verletzung (eine angeknackste Rippe).
Ich bedanke mich bei allen und gehe zurück.

Wolfgang

Reisepass
Zum Objekt (von seiner Besitzerin):
Es handelt sich um meinen roten Reisepass mit goldenem Aufdruck (und für mich ist er so wertvoll wie ein in Gold gefasster Edelstein). Bis dato habe ich mit diesem Pass tatsächlich nur Wüstenländer bereist und habe dort natürlich in vielen Oasen verweilt. Es sind immer zuerst die Kinder, mit denen ich in Kontakt komme.
In diese Länder reise ich, weil ich sie und die Menschen dort liebe und mich dort sehr wohl fühle, glücklich bin und lachen kann, mir das Herz auf geht, aber auch aus gesundheitlichen Gründen, weil ich unseren Herbst und Winter besser überstehe und meine Nasen Nebenhöhlen mir dann weniger Probleme machen.

Sonja als Kind


Anmerkung:

Interessant ist das Mädchens auf der Zeichnung (anstatt das Kind wie gesehen zu zeichnen, malt Wolfgang nach er Reise ein Passbild!) Dieses Mädchen (das wohl das innere Kind von Sonja verkörpert) blüht in ihren Reisen zu den Wüstenlandschaften emotional auf und hat heilenden Einfluss auf die Frau, die sie heute ist.

Das nebenstehende Foto zeigt Sonja als Kind.







Reise 4: Salamander

Zeichnung der Reise zum Salamander

Gleich nach Eintritt in die Welt begegnet mir ein kleiner Zwerg mit einer roten Zipfelmütze. Er hält mir einen kleinen Spiegel entgegen. Darin ist es sehr hell, ich sehe Wasser. Der Spiegel wird größer. Ich steige hinein. Da sind Wolkenschwaden, es ist hell, und mir ist es ist als würde ich schweben - ein gutes Gefühl, leicht und nicht greifbar.
Eine weiße Taube zieht Kreise, alles schwebt. Die Taube setzt sich auf meine Schulter, reibt ihren samtigen Kopf an mir. Ich verlasse den Spiegel, der nun wieder klein wird, der Zwerg grinst.

Ich gehe weiter auf einem gelben Weg, komme zu einer Weggabelung und wende mich nach Links. Alles ist hell ich kann aber irgendwie nicht weiter gehen. Kehre um und warte ob jemand kommt. Alles verschlängelt sich, ich nehme nichts mehr wahr.
Es ist eher warm. Ich gehe zum Zwerg der jetzt eine gelbe Mütze auf hat und eine weiß-gelbe Blume in der Hand. Ich folge ihm, der Weg ist ganz weich und leicht wie Wattebausch, komme nicht weiter.
Der Zwerg geht weit weg und ich will ihm folgen; ich wäre auch noch weiter mitgegangen, wenn meine Moderatorin mich nicht zurückgerufen hätte (mit der Frage, ob das wirklich "mein Weg" wäre). Daraufhin wird mir klar, dass ich nicht mitgehen soll. Ich kehre um, keiner ist da, ich fühle mich ratlos. Treffe auf einen rosa Schleier, wabernd wie Zuckerwatte. Ich glaube dahinter werden Emotionen verborgen, ich spüre, dass ich nicht fragen soll.

Ich sehe einen Schlüssel, stecke ihn in den Schleier, schließe damit auf, der Schleier geht weg. Dahinter ist es finstere Nacht. Die Stimmung ist blauschwarz und bedrohlich, dort will ich eigentlich nicht hin - gehe dann doch hinein - bin mitten drin, in lauernder Stellung um etwas zu sehen - werde ich Beute? - ich bin bewegungslos und wie gelähmt. Die Szene könnte im Wald sein.
Irgendwie ist alles unergiebig.
Ich bräuchte Licht, bekomme Hunger, hätte Lust auf Käse. Sofort hängt gelber Käse in der Luft. Esse mich satt. Ich sehe eine Festtafel - muss zu einem Essensgelage - komme aber nicht hin - ich lache.
Nirgendwo sind Menschen oder Tiere zu sehen.

Ich kehre zurück von "hinter dem Schleier". Jetzt bin ich wieder in dem helleren Bereich und habe dabei ein besseres Gefühl. Bin aber immer noch bewegungslos, und habe kein Interesse mich zu bewegen.

Ich sehe das Tor, durch das ich diese Welt betreten habe. Seitlich neben diesem Tor nehme ich die normale Welt wahr. Ich habe das Gefühl dort nicht hinzukommen oder hinzugehören.
Danach verabschiede ich mich und kehre durch das Tor in meine Welt zurück.

Andrea

In der Schachtel befand sich ein platt gewalzter und getrockneter Feuersalamander.
Er wurde wahrscheinlich von einem Auto überfahren.

SalamanderZum Objekt (von seiner Besitzerin)
Gefunden habe ich den Salamander beim Spaziergang, am Straßenrand. Hatte ihn dann die ganze Zeit über in der Hand, damit er heil bleibt. Es war sonnig, warm aber im Wald auch leichter düster. Wir waren auch einmal an einer Weggabelung, kann mich leider nicht erinnern ob wir links oder rechts gingen. Irgendwann standen wir oben am Berg, etwas ratlos welchen Weg wir nehmen sollten und kehrten um.
Ein Schild mit Hinweis zu einem Gasthaus tauchte auf, wir nahmen diesen Weg, es stellte sich auch das Gefühl von Hunger ein. Leider war das Gasthaus geschlossen und wir traten den Heimweg an. Es waren fast keine anderen Menschen unterwegs.


Nachbemerkung: von Andrea
Bei dieser Reise wurde ich von einer anderen Kursteilnehmerin moderierend begleitet. Hätte diese nicht ständig nachgefragt, ob ich was sehe bzw. ob es für den Gegenstand relevant wäre, hätte ich sicherlich den Schleier nicht aufgeschlossen. Irgendwie hatte ich auch immer das Gefühl, dass ich die gelben Wege nicht weitergehen soll bzw. dass ich nicht hinter die Schleier blicken soll/darf. Es war mir äußerst unangenehm bzw. wurde ich auch fast ein wenig wütend (innerlich), weil ich damit nichts zu tun haben wollte und ich hätte selber die Reise viel früher abgebrochen. Nur dem Zwerg mit der gelben Mütze wollte ich folgen ... das hat mich irgendwie neugierig gemacht.


Anmerkung:
Die Wesenheit des Salamanders, die sich in der Reise als Zwerg gezeigt hat, war der Führer durch die Ebene nach dem Tod, in der sie sich jetzt befindet. Das Ereignis des gewaltsamen Todes selber zeigte sich ansatzweise hinter dem Schleier.
Interessant ist noch zu bemerken das Andrea, die auf ihren Reisen normalerweise sehr klar und detailliert wahrnimmt, auf dieser Reise aber fast nur verschwommene Schleier in der Umgebung sah. Das wird verständlicher wenn man davon ausgeht, dass diese Reise in einen Nachtodesbereich geführt hat und sie der Vorstellung davon innerlich ablehnend gegenüber steht. Ihre Jenseitsvorstellung beschreibt Andrea folgend:
Ich habe nur die Bilder der christlichen Religion, die ich aber relativ früh in meiner Jugend abzulehnen begonnen habe. Es folgte eine lange Phase des Atheismus; erst in letzter Zeit beginne ich wieder, Fragen über meine eigene Spiritualität zu stellen. An ein jenseitiges Leben bzw. Paradies glaube ich nach wie vor nicht.

Interessant vor allem, weil sie keine Ahnung hatte wohin die Reise ging, der innere Zensor aber die Welt erkannte und die, für die eigene Weltsicht "bedrohlichen" Elemente automatisch ausgeblendet hat. Diese Reise gibt eine klare Demonstration der Wirkweise innerer Überzeugungen auf die eigene Wahrnehmung.