Das Wort Votiv stammt vom lateinischen Begriff votum = Gelübde.
Hierbei handelt es sich um natürliche oder künstliche Opfergaben aus Ton, Wachs, Holz, Metall oder
Bilddarstellungen, die der Votant darbringt als Dank für Genesung oder Rettung aus einer Notlage oder
als Bitte um Erfüllung eines Wunsches.
Geschichte
Der Brauch, Gottheiten oder anderen machtvollen Wesenheiten Opfer zu bringen, um Gunst zu erhalten, findet
sich bei allen Völkern wieder. In Europa sind Funde von Schmuck, Werkzeugen und sonstigen wertvollen
Gegenständen ab der Bronzezeit bekannt. Diese wurden meist in Mooren vergraben oder in Gewässern
versenkt. Vor ihrer Darbringung allerdings oftmals zerstört, um einen etwaigen Gebrauch durch Menschen
auszuschließen.
Im Christentum kam der Votivkult in der Barockzeit zur vollen Entfaltung.
Absicht des Votanten
a) Im klassischen Sinn wird einer Gottheit oder sonstigen mächtigen Wesenheit oder auch einem heiligen
Fürsprecher, ein Opfer als versprochener (votum) Dank dargebracht. In diesem Fall dient das Votiv als
Mittler zwischen dem Votanten und der "höheren" Instanz. Es kann im schamanischen Sinn im Fall
einer Darbringung, aber auch als symbolische Opferung des Problembereichs, mit der Bitte um Heilung verstanden
werden.
b) In diesem speziellen schamanischen Ansatz wird nicht das dargestellte Objekt geopfert. Das Opfer besteht
aus der Zeit, der Energie und der Achtsamkeit, die bei der "Pflege" derselben aufgewandt werden. Hierbei
kommt dem Votiv nicht nur die Mittlerfunktion zu dem Archetypen
des heilen Organs zu, sondern auch das Herstellen einer Verbindung zum Wesen des jeweiligen eigenen Körperteils.
Herstellung schamanische Organvotive
Für die Herstellung von schamanischen Kraftgegenständen im allgemeinen ist eine möglichst klare
und konzentrierte Ausrichtung auf die gewünschte Kraft erforderlich. Das setzt ein In-Verbindung-treten-können
mit dieser Kraft voraus. Bei der Auswahl der Materialien werden die Gesetzmäßigkeiten der Signaturlehre
berücksichtigt.
Nach manueller Fertigstellung wird das Objekt magisch aufgerufen und die Wesenheit des Kraftobjekts um seine
Hilfe für den beabsichtigten Einsatz gebeten.
Wirkweise Organvotive
Die spezielle Aufgabe der in meiner Praxis eingesetzten Organ-Votive besteht darin, Verbindung zu dem archetypischen
Modell des heilen Organs herzustellen und diese Information in den jeweiligen Bereich der Klienten einfließen
zu lassen. Dafür wird das Organ-Votiv mit dem individuellen Energiefeld des Klienten verbunden. Das geschieht
über die aufgerufene Verbindung eines Beweises
des Klienten mit dem Objekt.
Über diese Verbindung ist es dem Klienten aber auch möglich, Kontakt zur Wesenheit des eigenen Organs
aufzunehmen und von ihr zu erfahren, was sie benötigt / was ihr gut tut.
Die Verbindung, die durch das Organ-Votiv entsteht, lässt sich mit anderen Worten auch als Andocken an
die Information des morphogenetischen
Feldes bezeichnen.
Grundsätzlich ist es auch möglich, dass mit einem magisch aufgerufenen Organ-Votiv auch eine andere,
damit beauftragte Person arbeitet. Dann ist die Anwesenheit des Klienten nicht erforderlich und das Organ-Votiv
wirkt wie ein archaischer, radionischer Sender.
Wichtig ist bei dieser Art der Votivarbeit das die Organe regelmäßig "betreut" werden.
In klassischen schamanischen Traditionen übernimmt diesen Part der Heiler. Da mir das in meiner Praxis
aus Zeitgründen nicht möglich ist, biete ich meinen Klienten und Kursteilnehmerinnen an einem Abend
in der Woche die Möglichkeit, das für sie aufgerufene Organ-Votiv nach Anleitung selber zu "pflegen".
Erfahrungen von Klienten bei ber Organ-Votiv Pflege