Katzenfutter

/ Katzen, Krisenvorsorge

Hier könnte die übliche heißdiskutierte Frage stehen: Dosenfutter, Trockenfutter oder doch Barfen?
Darum geht es mir aber nicht.

Ich denke alle können sich noch gut erinnern wie schnell bei Covid viele Lieferketten zusammengebrochen sind. Ganz normale Dinge wie Nudeln und Klopapier wurden plötzlich zur „heißen Ware“ und – im wahrsten Sinn des Wortes – heißumkämpft.
Es muss keine Pandemie sein, der Sommer 2026 zeigt uns gerade wie schnell es gehen kann mit Energieknappheit, Ernteausfällen und Umweltkatastrophen. Da muss ich noch nichtmal die Szenarien Blackout oder Krieg bemühen…

Die Frage die ich stellen möchte lautet: Wie lange kannst du deine Katze/n in dem Fall ernähren?
Hast du schon mal ansatzweise daran gedacht was du machst, wenn du kein Futter mehr kaufen kannst?

Tierheim?
Die haben dann auch nichts mehr.

Laufen lassen und sagen „fang dir eine Maus“?
Das würden wohl die meisten machen und sich selber belügen was dabei herauskommt.

Unsere Wohnungskatzen mögen vielleicht die eine oder andere Maus erwischen, das reicht aber nicht. Eine Freigängerkatze hat einen Kalorienbedarf von 80 – 100 Kalorien je Kg Körpergewicht. Eine aktive 8 Kg Freigänger-Katze locker 800 Kalorien täglich (mit den vielen vergeblichen Jagdversuchen). Eine ausgewachsene Hausmaus hat etwa 30-40 Kalorien (wenn sie gut genährt ist). Damit müsste eine große Maine-Coon täglich über 20 fette Mäuse fangen um satt zu werden.
Das schafft sie nicht, schaffen nicht mal die „professionellen“ Streuner die bessere Jagdtechniken haben
Wesentlich wahrscheinlicher ist es, in Zeiten von Nahrungsknappheit, das freilaufende Katzen auf dem Griller des Nachbarn landen….

Damit sind wir beim Thema Zivilschutz und Vorratshaltung.
Was für uns gilt sollte erst recht für die Wesen gelten, für die wir verantwortlich sind und die vollkommen von uns abhängig sind.
Ich habe für mich beschlossen nie, nie, NIEMALS in solch eine Lage kommen zu wollen!

Gemüse, Obst, Bohnen, Erdäpfel,…. ich kann mich zur Not aus dem Garten ernähren, auf die Katzen trifft das nicht zu.
Ein Vorrat von 1-2Jahren für alle Tiere in meinem Haushalt ist selbstverständlich. Trockenfutter lässt sich hierbei wesentlich Platzsparender lagern als Dosen und ist auch länger haltbar. Die Lagerung muss nur trocken sein und bei einigermaßen gleichmäßiger Temperatur damit sich kein Kondenswasser in den Säcken bildet und Schimmel entsteht. Die Vitamine sind bei längerer Lagerung als dem aufgedruckten Ablaufdatum auch nicht so schnell weg wie viele denken. Verbraucht wird der Vorrat immer mit den ältesten Säcken zuerst, wie ja sonst auch in der Vorratshaltung.

Vorteile:
in größeren Mengen ist das Futter oft deutlich günstiger, wenn man Angebote nützt.

Nachteile:
Es braucht Stauraum zum Lagern (geht auch unterm Bett, etc. Kellerabteile sind für Trockenfutter nicht geeignet wegen Mäusen und Ratten, Dosen gehen)


Tierschutz:
Es passiert auch bei mir das immer wieder mal einige Säcke nicht mehr gebraucht werden (wie etwa Spezialfutter von alten, inzwischen verstorbenen Katzen). In dem Fall tu ich ein gutes Werk und spende diese Futtermengen an die Streunerkatzen Hilfe.
Erst zu Jahresbeginn 26 sind 200 Kg Trockenfutter an den Tierschutz gegangen. Ob die jetzt 3 Jahre abgelaufen sind oder nicht ist in dem Fall nicht das Thema – die Qualität war einwandfrei und dort ist die Hauptsache: Futter.

PS: Katzenstreu bevorraten macht natürlich auch Sinn….