Stoffrucksack

/ Selber machen

Vor kurzem habe ich im Nähzubehörgeschäft beim Warten einen Wühltisch mit kleinen Stoffen ein wenig durchgeblättert. Bei dem Stoffstückchen mit den Katzen konnte ich das Teil nicht mehr aus den Fingern legen und dachte „das wird eine nette Tragtasche – nimm es mit, ist ja nicht viel Arbeit sowas“.
Das Stoffstück war aber dann doch ein wenig groß für eine Tasche, die man in der Hand trägt, außerdem ist eine einseitige Belastung ja nicht so super für die Gelenke und überhaupt: ich habe beschlossen einen Rucksack daraus zu nähen.
Wie mache ich das? Stabil soll er sein, geräumig und vor allem leicht damit ich den in der Handtasche verstauen kann und bei Bedarf schnell ordentlich Stauraum zum schnellen Einkaufen habe.
Seitlich zusammennähen war noch einfach und klar. der Boden ist so abgenäht, das unten gute 10cm Breite entstehen und die Ecken rund nach oben abgenäht damit sich die Spannung der Last verteilt. 

Die Tragriemen sind aus dreifachem Stoff und halten viel Belastung aus, unten in die Naht gesteckt und mit dem Einschlag der Ecken gut vernäht für ordentlich Halt.
Oben sind die Träger auf den Fünffachen Stoff (Doppelter Randeinschlag und die beiden Aufsätze der Verschlussklappe) genäht. Das sollte auch einiges aushalten.
Die Verschlussklappe habe ich aus zwei Ovalen Stoffstücken gemacht, zur Hälfte zusammen genäht, die beiden anderen Hälften auf Innen- und Außenseite der hinteren Kante gesetzt. Versäuberung und Verstärkung in einem.
Irgendwie hat die Klappe aber noch nicht zum Rest gepasst und daher hat sie ein Gesicht aufgestickt bekommen. Damit war dann auch klar wie ich die Träger versäubere, die habe ich einfach nach hinten vernäht und mit schwarzem Futterstoff versäubert.
Die obere Öffnung war riesig und die Überlegung ob Kordelzug oder Gummi ist zugunsten einer Kombilösung Gummi und Falten legen gefallen.
Gleich seitlich der Verschlussklappe links und rechts je 20cm in tiefe Falten genäht, der Rest ist mit sehr festem Gummi zusammen gezogen, den ich einige Male in der Längs durchgesteppt habe damit er nicht dreht und die Spannung verteilt ist.
Der letzte Arbeitsschritt war der Verschluss. Ein Stück schwarzer Klett (die raue Seite) in Form eines Katzenkopfs geschnitten mittig aufgenäht, ein Streifen weißer Klett mit der Hand innen auf die Klappe genäht. Damit kann man den Verschluss auch etwas verstellen.
Letztendlich war es, mit der Tüftelei, doch einiges mehr an Arbeit als gedacht, hat aber Spaß gemacht und das Ergebnis ist praktisch, robust und macht mir Freude.