Suppenpulver, selbst gemacht

/ Omaküche

Fertige Suppen beinhalten meist viel mehr als man eigentlich haben möchte (Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel, Glutamate,…). Wie man dem entkommen kann und jederzeit eine schmackhafte Alternative zur Packerlsuppe oder dem Suppenwürfel zur Hand hat möchte ich hier beschreiben.
Begonnen habe ich damit Gemüse klein zu schneiden und im Dörrapparat gut durch zu trocknen. An Gemüse habe ich alles genommen das gerade vorhanden war und das auch in eine Gemüsesuppe passt (Erdäpfel, Karotten, Sellerie, Kohlrabi, Kürbis, Zucchini, Tomaten,…)
Nach dem Dörren in der Kaffeemühle fein pulverisiert und zur Lagerung in dein großes Glas mit Gummiring und Drahtbügelverschluss. Damit ist das Pulver vor Dörrobstmotten und Feuchtigkeit gleichermaßen geschützt und, dunkel und kühl gelagert, über Jahre haltbar.
Es ist erstaunlich wie wenig Pulver übrigbleibt bei manchen Gemüsesorten. Ein Kürbis von mehreren Kilo passt hinterher in ein kleines Marmeladeglas.

Das selbstgemachte Suppenpulver besteht aus drei Grundkomponenten: das Gemüsepulver, gedörrtes Rindfleisch und Bierhefe. Da ich, je nach Bedarf mehr oder weniger von einer Sorte nehme, bewahre ich die drei Komponenten getrennt auf. Bierhefe verwende ich das Handelsübliche Pulver.
Das Fleischpulver stelle ich ebenfalls im Dörrapparat her. Ich verwende frisches Bio-Rindfleischfaschiertes das möglichst mager sein sollte und verteile die Fleischwürstchen möglichst fein auf den Sieben des Dörrapparats. Das trocknen erfolgt zügig, aber nicht bei voller Hitze. Möglichst mager sollte das Fleisch deshalb sein, damit das Fett beim Dörren nicht in den Dörrapparat rinnt. Wenn das Fleisch ganz trocken ist, lasse ich es, nach dem abkühlen, eine Weile im Kühlschrank. Dann lässt es sich besser in der Kaffeemühle zermahlen. Danach kommt es in ein eigenes Glas. Dort mische ich es mit einer kräftigen Portion Salz um die Haltbarkeit zu verbessern. Auf diese Weise hergestelltes Dörrfleisch ist ebenfalls Jahre haltbar (mein längster Versuch waren über 10 Jahre wobei das Fleisch zwar etwas an Aroma verloren hat, aber noch einwandfrei genießbar war).
Je nach Zugabe von Flüssigkeit wird aus diesen Komponenten eine leckere Suppe oder auch Gemüsebrei. Kräuter und sonstige Gewürze wie Pfeffer und Ingwer gebe ich erst bei der Zubereitung nach Bedarf dazu – es soll ja nicht jedesmal gleich schmecken…
Da das Gemüse nur gedörrt, aber nicht vorgekocht ist, benötigt die Suppe ca. 20 min. Garzeit und ist kein Instantprodukt. Der Geschmack ist aber einwandfrei und damit ist, wie ich finde, das Pulver nicht nur als Trekkingnahrung oder Krisenvorrat geeignet, sondern hat ihren Platz am regulären Speiseplan.